Die Kinder malen mit Ölkreide eine Silvesterfeuerwerk auf das weiße A3 Papier.
Sie malen im Stehen und mit ganzem Körpereinsatz!
Mit einem breiten Pinsel färbe ich das Papier schwarz. Dabei streiche ich mit dem Pinsel auch über die Ölkreide.
Es ist immer wieder schön zu sehen, wie begeistert die Kinder reagieren, wie sich die Holzbeize über der Ölkreide zusammenzieht von von ihr abperlt und die Farben der Ölkreide vor dem schwarzen Hintergrund zu leuchten beginnen.
Die schwarze Farbe trocknet schnell. An manchen Stellen tupfe ich sie mit einem Tuch ab und helfe mit dem Fön nach.
Bei dieser Arbeit trage ich immer Handschule und die Kinder müssen einen Sicherheitsabstand wegen evtl. Spritzer einhalten. Die getrockneten Bilder werden später von mit aufgehängt.
Die Arbeit mit der Holzbeize habe ich unter Tipps und Trick und Rezepturen genau beschrieben.
Wer nicht mit der Beize arbeiten möchte, kann selbstverständlich auch mit schwarzer Tinte arbeiten, die Wirkung ist aber, ich weiß auch nicht wieso, eine andere.
Zunächst wird der Hintergrund mit sehr leuchtenden Farben mit einem Borstenpinsel mit Kreisen vollkommen ausgemalt. Die Kreise dürfen sich ruhig überlappen, das gibt dem Bild Tiefe!
Da die Farben hell leuchten sollen, muss der Pinsel nach jedem Farbwechsel gut gereinigt/ ausgewaschen werden, sonst erhält man Schmuddelfarben. Während das Papier trocknet , kann man die Kinder auf dem schwarzen Fotokarton eine Bodenlinie zeichnen lassen Auf dieser können dann die Häuser gezeichnet werden. Die Silhouette der Stadt wird mit der Schere ausgeschnitten und auf das Bild geklebt.Überstände werden abgeschnitten. Auf den Fotopapierresten wird die Jahreszahl auf der Rückseite als Blockzahl vorgezeichnet und ausgeschnitten und ebenfalls in das Bild geklebt. Wer möchte, kann noch Konfetti auf das Bild kleben. Oder wie wäre es mit Glitzer??
Diese Arbeit habe ich im letzten Jahr in einer dritten Klassen entdeckt und fand sie einfach sehr wirkungsvoll und toll.
Danke, Frau Kern!!
Diese Silvesterbilder wurden in der Sgraffito-Technik gestaltet.
Der Begriff stammt vom italienischen Wort "sgraffiare", was wörtlich kratzen bedeutet. Die Sgraffitotechnik ist eine Kratztechnik, die bis in die Antike reicht. Es handelt sich um eine Dekorationstechnik zur Bearbeitung von Wandflächen.
Zunächst werden mehrere verschiedenfarbige Putzschichten auf einer Wand aufgetragen und dann wird die oberste Schicht gezielt abgekratzt. Durch die nun freigelegte andersfarbige untere Putzschicht entstehen Bilder und dekorative Muster.
Die Sgraffito-Technik im Kunstunterricht:
Ich habe die Kinder beide Verfahren ausprobieren lassen. Manche fanden das transparentere Schwarz schöner, bei dem deckenderen Schwarz (ohne Handwaschseife) leuchtet die freigekratzte Ölkreide intensiver.
Weitere Ideen zur Sgraffito-Technik:
Am 4. Januar 2023 gab es diesen spektakulären Sonnenaufgang über Berlin.
Die Kinder und ich konnten uns gar nicht von diesem Anblick lösen und waren total begeistert.
Im Westen dagegen war ein wunderschöner diffus scheinender Regenbogen zu beobachten.
Beides inspierte die Kinder zu folgenden Bildern:
Diese beiden Bilder entstanden in einer Experimentierphase, nachdem das jeweilige Kind sein Silvesterbild fertig gestellt hatte und mit der Technik vertraut war.
Rechts wurde statt mit schwarzer Deckfarbe mit roter Deckfarbe experimentiert.
Ihr benötigt für diese Doppelstunde 1kg Zucker und, wenn ihr in Gruppen ( Ich hatte 2er bis 4er-Gruppen) arbeiten lasst, bei 26 Kindern 5-6 Pakete bunte Tafelkreide und weiße Tafelkreide.
Die Zuckerkreide habe ich diesmal, anders als wie unter "Rezepte" beschrieben, nicht über Nacht eingeweicht!
Kurz vor der Unterrichtsstunde habe ich 1 Liter kochende Wasser in eine großeSchüssel gegossen und den Zucker unter Rühren darin aufgelöst. Dann habe ich noch knapp 1 Liter kaltes Wasser hinzugegeben. Die Zuckerwasserlösung wird nun auf die Ikea-Schalen verteilt. Nur nicht zu voll machen!!! Selbst diese Schalen können umkippen!! Die Schüler*innen haben kaum etwas von der Lösung aufgebraucht.
Arbeitsschritte:
Das Malen mit der Zuckerkreide und das großformatige Arbeiten hat allen Schüler*innen großen Spaß gemacht.
Vor allem als sie bemerkten, dass die Kreide beim Trocknen wieder heller wird und kräftig leuchtet.
Die Bilder waren fast alle nach 60 Minuten fertig, nur die Zweiergruppen haben etwas länger gebraucht.
Das großformatige Arbeiten ist, wie ich finde, sehr wichtig bei diesem Material!!!
Da nicht die ganze Kreide sondern immer nur die Spitze mit der Zuckerlösung eingeweicht wurde, ist das ganze auch nicht so eine Schmiererei geworden. Ich werde es ab jetzt immer so machen!
Die Arbeit mit der Holzbeize habe ich unter Tipps und Tricks und Rezepturen ganz genau beschrieben.
Unterrichtsbeispiel: Frau Degner, Klasse 1-3, Ölkreide und Tinte