Klasse 1-3, 2017-2019


Themenübersicht:

  • A wie Anfang: Stempeln, Drucken, Malen, Gruppenarbeit
  • Paul Klee und der rote Punkt: Einbetten eines roten Punktes in einen neuen Bildzusammenhang, Bildbetrachtung zu Werken von Paul Klee
  • Minmonster im Mustermix:
    • Kleine Musterbilder malen oder zeichnen: Notizblockformat, Gemeinschaftsbild
    • Minimonster im Mustermix: Collage aus Bildelementen aus dem Kunstwerk Himmelblau von Kandinsky
    • Bildbetrachtung zu Kandinskys "Himmelblau"
  • Autos:
    • Fantastische Fahrzeuge legen: Assemblage von Gegenständen aus dem Kunstraum, Einzel-,Partnerarbeit
    • Konstruktion von Fahrzeuge mit beweglichen Rädern aus Abfallmaterialien
  • Geburtstagskalender: Collage aus Fotos, Rahmenvorlagen etc,
  • Jeder Tag hat eine Farbe/ Das Farbenmonster: Collage mit Hilfe von Bildern aus  Zeitschriften, Einzelarbeit
  • Mein Traum vom Fliegen:
    • Hamid und der Zauberteppich: Geschichte, Webbilder, Fotos der Schüler*innen, Gemeinschaftsbild
    • Hoch in der Luft:  Zeichnung von meinem Körper, wenn er fliegt, Collage
    • Das Flugalong: Konstruieren und Bauen von fantastischen Flugobjekten aus Haushaltsmüll
    • Das Flugalong: Vorlesen des gleichnamigen Bilderbuchs
  • Körperbilder:
    • Assemblage ( Legen) einer menschl. Figur aus Materialien aus dem Kunstraum: Einzel-,Partnerarbeit
    • Collage von fantastischen Körper: Zeitschriften, Einzelarbeit
    • Biegepuppen: Gestalten von kleinen Puppen aus Draht, Stoff und Wolle
  • Die große, grüne Kiste: Assioziative Ideen zu einer grünen Kiste entwickeln und in einer Zeichnung oder Collage umsetzen.
  • Türme:
    • Türme aus Pappe bauen: Gruppenarbeit
    • Spaghettitürme bauen: Gruppenarbeit
    • Türme aus Zeitungspapier bauen: Gruppenarbeit
    • Welche Funktion haben Türme? Berliner Türme
    • Türme von Friedensreich Hundertwasser, Werksbetrachtung
    • Hundertwasser, der Architekt: Zwiebeltürme, Baumrecht und Fensterrecht
    • Türme malen im Hundertwasser-Stil: Deckfarben, Gruppenarbeit

A wie Anfang

Klasse 1-3, Gruppenarbeit, 3 Doppelstunden

Deckfarben, Zeitschriften, Stempelkästen, öl-oder Pastellkreide,Schere, Klebstoff

Die Erstklässler haben zum ersten Mal Kunstunterricht. Da bietet sich eine Gruppenarbeit an, bei der die Ersties mit ihren Paten gemeinsam ein Bild gestalten. Das fördert die Kommunikation und die Kinder lernen  sich so besser kennen.

 

1. Doppelstunde : Malen der Untergrunds

  • Der Tuschkasten wird erklärt:
  • Die einzelnen Farben werden benannt.
  • Ein älterer Schüler macht vor, wie man mit dem Pinsel die Farben aufrührt bis Bläschen kommen und man so satte, deckende Farben erhält.
  • Wieviel Wasser darf in der Schale sein?
  • Welchen Pinsel nehme ich?
  • Wie halte ich den Pinsel?
  • Was muss ich machen, damit die Farben im Kasten nicht dreckig/ schmuddelig werden? --> Pinsel immer gut auswaschen und mit dem Tuch trocken tupfen.
  • Die Kinder arbeiten in Gruppen (Ersties und Patenkinder), je nach Gruppengröße erhalten sie ein A3 oder A2 Blatt
  • Das weiße Blatt wird deckend bemalt.

2. Doppelstunde: Buchstaben des eigenen Namens in Zeitschriften suchen und aussschneiden

  • Alle Kinder können ihren Namen schreiben (auch unsere Ersties!!). Wenn dies nicht der Fall ist-->Namen des Kindes mit großen Druckbuchstaben vorschreiben
  • Die Kinder suchen in Zeitschriften nach den Buchstaben ihres Namen und schneiden diese grob aus.
  • Sind alle Buchstaben gefunden, werden sie auf das bemalte Blatt geklebt.

3. Doppelstunde: Der Name wird gedruckt

  • Ich habe drei alte  Druckbuchstaben-Kästen geerbt. Mit viel Freude drucken die Kinder ihren Namen auf das Bild.
  • Danach dürfen  Bildgrund und Name ausgeschmückt oder umrandet  werden (Jaxon-oder Pastellkreide).
  • Kein Druckkasten vorhanden?? Dann einfach das Bild mit Jaxon-Ölkreide weiter bemalen lassen oder " Lieblingsdinge" aus den Zeitschriften ausschneiden lassen ( gute Übung) und damit das Bild bekleben.

Neue Bilder zu der Unterrichtseinheit "Paul Klee und der rote Punkt"

Klasse 1-3, 2019, 2 Doppelstunden plus 1 Doppelstunde Bildbetrachtung

Diese Einheit zählt zu einer der gefragtesten auf meiner Website.

In dieser Schülerarbeit (s.o.) ist die gesamte Geschichte wiedergegeben:

Einem roten Punkt wird es auf einem  Ball zu langweilig  und er möchte die  Welt erkunden.

Er springt vom Ball und rollt durch das Gras, bis ihm auf einmal ein schwarz-weißes Ungetüm begegnet, vor dem er sich schnell verstecken muss...

  • Wo könnte sich der Ball verstecken? Erste Ideen werden gesammelt.
  • Der rote Punkt soll sich nicht auf einer roten Fläche (z.B. Hausdach) verstecken, sondern das " Versteck" soll rund und rot sein! Das muss man am Anfang häufiger erklären und erhöht die Schwierigkeit!!
  • Die Kinder erhalten von mir einen roten Punkt, den sie in einem Bild verstecken sollen.
  • Der Punkt darf mit der Schere passend zur Idee ( z.B. Kirsche) verkleinert  werden, soll aber rund bleiben.

In der nächsten Doppelstunde zeige ich den Schüler*innen Bilder von Paul Klee, in denen ebenfalls ein roter Punkt  "versteckt" und zu sehen ist und davon gibt es zahlreiche. Ich zeige den Kindern mindestens 5 verschiedene Bilder mit rotem Punkt: Roter Ballon/ redballoon, 1922; Fischzauber/Fish Magic; Senecio; Der Rosengarten, 1920; Abenteuer zur See; ad marginem,1920

Das Bilderbuch Herr Klee und der rote Punkt kommt beim mir diesmal nicht zum Einsatz. Lieber erzähle ich den Kindern im Anschluss an die Bildbetrachtung Geschichten aus Paul Klees Leben. 


Minimonster im Mustermix

JÜL 8, 2019

Wer meine Seite kennt, hat diese Unterrichtsreihe schon unter Klasse 1-3, 2013/14 entdeckt, dort findet ihr auch eine genaue Beschreibung! Jetzt ist es an der Zeit, sie eimal zu wiederholen, aber in Variation.

1. und 2.Doppelstunde

  • Besprechung: Was sind Muster? Beschreibung an  Kleidung/ Dingen im Kunstraum
  • Arbeitsauftrag: Sucht verschiedene Muster in Zeitschriften und schneidet sie aus
  1.  Reflexion am Ende der Stunde: Beschreibung der Muster, Namen finden für das Muster (Gestreift, geringelt , Punktemuster, kariert... ), Sortieren der Muster                                                                                                                                  

3. und 4. Doppelstunde

  • Die sortierten Muster werden von Freiwilligen auf  Papier zu einem Bild geklebt s.o. .
  • Die anderen Kinder erhalten den Arbeitsauftrag ein kleines Musterbild ( ca.10x10cm) mit einem oder mehreren Mustern zu gestalten.
  • Die kleinen Musterbilder werden zu einem Gemeinschaftsbild aufgeklebt und am Ende der Stunde werden die  Muster beschrieben und  besprochen.

Nach dieser Sensibilisierung und Übung werden nach den Ferien  die Minimonster im Mustermix entworfen und gestaltet.

4. und 5. Doppelstunde

Minimonster im Mustermix (Teil 3), genaue Erklärung siehe Klasse 1-3, 2013-2014 !


Autos 1

JÜL 6, 2019

Alle Materialien die der Raum hergibt, A1 große weiße Unterlage mit einer   schwarzen Grundlinie

2 Doppelstunden

Initiieren kreativer Prozesse durch Reduktion

Diese Kunststunden sind für mich immer ein Highlight!!

Ein Füllhorn voller Kreativität!

 

Möglicher Einstieg:

Tastsäckchen verteilen, in denen sich verschiedene Fahrzeuge befinden:

PKW, LKW, Traktor, Rennauto usw.

Durch das Tasten erraten die Kinder das Fahrzeug, dabei beschreiben sie, was sie fühlen:

Räder,Reifen, spitze Form, eckige Form, große Räder, fest, gebogen, rund ...

Die Autos werden aus den Säckchen genommen, gezeigt und weggelegt.

1.Arbeitsauftrag:

Legt ein Auto aus  5 Gegenständen, die ihr im Raum findet! 

Legt euer Auto/ Fahrzeug auf das Papier mit der schwarzen Linie!

Durch die schwarze Linie legen die Kinder die Autos automatisch aus der Seitenperspektive.

Autos in der  Seitenperspektive lassen sich individueller und einfacher gestalten als aus der Off-Sicht /Vogelperspektive.

Die fertig gelegten Autos werden von mir überprüft (Anzahl der Gegenstände) und fotografiert.

Erst dann darf ein neues Auto/ Fahrzeug gelegt werden.

Zwischenbesprechung:

Wenn möglich werden die ersten Fotos z.B. am Aktiveboard gezeigt und/oder Erfahrungen ausgetauscht:

Gleiche Räder--> sieht eher nach einem Fahrzeug aus, Ausnahme Trecker

Spitz zulaufende Form--> Rennauto

2 Rechteckige Formen --> eher LKW

Am Ende der ersten Doppelstunde zeige ich den Schüler*innen Bilder aus dem unter erwähnten Buch "Auto".

Nur das Auto aus einem Gegenstand (Titelbild) zeige ich noch nicht.

2. Doppelstunde

Betrachten der entstandene Fahrzeuge aus der ersten Stunde:

Welche Gegenstände wurden genommen? Welche Fahrzeuge wurden dargestellt? Kann man etwas verbessern, verändern? Ist das Auto zu erkennen?

Die Idee mit der Straßenlinie ist mir erst bei der Betrachtung der Bilder am Computer gekommen, in die ersten Bilder habe ich sie nachträglich eingefügt.

In dieser Doppelstunde verteile ich nun Fotokarton mit einer schwarzen Grundlinie.

2. Arbeitsauftag:

Legt ein Auto aus 4 Gegenständen!

3. Arbeitsauftrag:

Legt ein Auto aus drei Gegenständen, die ihr im Raum findet!

Jetzt wird das Auto/ Fahrzeug auf lediglich Räder und Karosserie reduziert.

Die Kinder sind wieder mit Begeisterung dabei, zumindest in der ersten Stunde. 

Abschlussfrage:  Wer kann  ein Auto aus  einem Gegenstand legen? 

Ideen werden gesammelt, aber immer fehlen den Kindern die Räder.

Nun zeige ich das Titelbild auf dem ein Auto aus einem Maßband gelegt wurde...

Sebastian Cremers Bilderbüchlein  Auto,  ist im Verlag Herrmann Schmidt  Mainz erschienen(978-3-87439-832-7) 15€.

Meine "Experten" begutachteten die  zahlreichen gelegten  Autos  kritisch, äußerten sich zu den verwendeten Materialien und erfreuten sich an dem Einfallsreichtum!

Die Autobilder der Kinder werden später ebenfalls als Büchlein zusammengeheftet.

Die folgenden Fahrzeuge  entstanden nach der Betrachtung des Buches:

Inspirierte Fünftklässler:


Autos 2

JÜL 6, 2019, 2 Doppelstunden

Recyclingmaterial, Schaschlikspieße, Klebepistole (LowMelt), knete

In den folgenden Doppelstunden werden wir Autos aus Recyclingmaterial basteln.

Dies geschieht in Gruppen- (max. 3 Kinder), Partner- oder Einzelarbeit.

Die Aufgabenstellung erfolgt am Anfang der Stunde:

Baut ein Auto aus den Gebrauchsgegenständen, die ihr in in den Kisten findet. Das Auto kann ein Fantasieauto sein! Euer Auto soll rollen können!

Die Schüler*innen überlegen, aus welchen Dingen sich ein Auto zusammensetzt:

  • 3-6 Rädern , je nachdem, um welch einen Autotyp es sich handelt
  • Die Stange (Achse), an der jeweils 2 Räder befestigt sind 
  • Den Kasten (Karosserie)
  • Scheinwerfer 
  • Lenkrad
  • Motor
  • Auspuff
  • Sitzbank
  • etc.

Was muss man beachten, damit das Auto rollt?

  • Die Räder müssen gleich gross sein
  • Die Räder müssen sich drehen --> erweist sich in der Praxis als schwierig--> im Prozess erkennen die Schüler*innen, dass sich in unserem Fall die Achse drehen muss, damit sich die Räder mit drehen.

Als erstes werden die  passenden Rädern gesucht:

Zum Beispiel:

  • Ü-Eier-Verpackungen
  • Styroporkugeln
  • Korken
  • CD's usw.

 Als Verbindung (Achsen) wählen alle Schüler*innen Schaschlikspieße, da die auch vorhandene Strohhalme sich als zu  instabil erwiesen. Wenn die Spieße nicht in die " Räder" gepickst werden können, wird Knete oder Heißkleber als Montagematerial verwendet.

Dann werden Dinge für die Karosserie gesucht.

In einer Zwischenbesprechung wird schnell klar, dass die Räder sich nur drehen, wenn die Achsen sich drehen.

Möglichkeiten werden ausgetauscht, wie man die Achsen so montiert, dass sie sich noch drehen:

  • Größere Löcher in der Karosserie stechen --> Bewegungsspielraum 
  • Achsen nur locker mit dem Klebeband befestigen -->leider sehr instabil
  • Achsen durch Perlen stecken, und die Perlen an der Unterseite der Karosserie festkleben --> sehr stabile Lösung

Die Achsen werden zusätzlich mit Knete fixiert/ stabilisiert , so dass sie in den Löchern nicht hin und her rutschen

In der nächsten Stunde geht der Bau der Autos weiter!

2. Doppelstunde:

Die Probleme bei  der Montage wurden in der letzten Stunde geklärt und am Anfang dieser Stunde noch einmal wiederholt. Nun  bauen die Kinder ihre Fahrzeuge fertig!

Alle Fahrzeuge werden am Ende der Stunde präsentiert.

Die Kinder ziehen ihre Autos über den Tisch und zeigen, wie sie rollen und wie sie dies geschafft  haben.

Die individuell gefundene Lösungen waren sehr spannend!


Geburtstagskalender

Klasse 1-3, 2018

A3 Fotokarton, Deckfarben, Verschiedene Kopien von Rahmen (s.u.), Buntstifte, Fotos der Schüler,Klebstift, durchsichtiges Klebeband, Kordel,Locher

In einer der vorangegangene Stunden habe ich Porträtfotos von den Schüler*innen gemacht und ausgedruckt.

Eine Geburtstagsliste der Schüler*innen liegt parat.

1. Doppelstunde

  • Vorstellung des Themas; Besprechung: Wieviel Monate gibt es, wie heißen sie? Wer kennt sein Geburtsdatum?
  • Bemalen von 12 weißen  Fotokartons in A3 (Partnerarbeit) mit bunten Mustern und Farben, alternativ könnte man die verschiedenen Monate besprechen und gezielt eine für diesen Monat typische Farbgebung malen lassen (dauert aber wesentlich länger)

2. Doppelstunde

  • Auswahl der Rahmen: Je nach Anzahl der Geburtstage im jeweiligen Monat können/müssen die Rahmen größer oder kleiner sein, da muss der Lehrer/ die Lehrerin den Überblick haben
  • Rahmen und  Hintergrund  mit Buntstiften ausmalen und ausschneiden
  • Das eigene Photo  ausschneiden und passend in den Rahmen kleben
  • eine Krone malen und auf den Kopf kleben
  • Geburtstag  als Zahl in die Krone schreiben (Zahlen schreiben)

3. Doppelstunde

  • vorbereitete Blankostreifen mit den Monatsnamen beschriften (Abschrift)
  • Die Bildgründe - wenn möglich- in ihrer Farbgebung den Monatsnamen  zuordnen ( z.B. dunklere Farben / Nov.), Monatsnamen aufkleben und ausmalen (Buntstifte)
  • fertige Monatsblätter der Reihenfolge nach sortieren (lesen und in der richtigen Reihenfolge ordnen)
  • Alle Rahmen  dem entsprechenden Geburtstagsmonat zuordnen (lesen!), auf das Monatsblatt legen und  evtl. in der Reihenfolge der Geburtstage aufkleben (Zahlen auf der Krone in die  richtige Reihenfolge bringen

Zum Schluß verstärke ich die Kalenderblätter etwa fünf cm an der oberen Kante. Ich loche die Blätter und binde sie mit zwei getrennten Schlaufen zusammen, so daß man sie später auch umschlagen kann.

 

Vorlagen für die verschiedenen Rahmen

findet ihr unter Download 36, 37, 38


Jeder Tag hat eine  Farbe oder Das Farbenmonster

JüL 6, 2018

Schere, Klebestifft, A4 Papier, Illustrierte

Wilson, 1. Klasse
Wilson, 1. Klasse

In dieser Klasse starte ich das Schuljahr mit einer Collage. Ich möchte schauen , wie gut die Ersties schon mit der Schere umgehen können, wie groß ihre Konzentration und ihre Ausdauer ist.

Nach dem Vorlesen der Geschichte von Dr. Seuss: Jeder Tag hat eine Farbe  entscheiden die Schüler*innen sich für eine Farbe oder den bunten Tag. Das Buch ist leider im Handel nicht mehr erhält!  Alternativ kann man auch  

Das Farbenmonster von Anna Llenas vorlesen. Ein wunderschönes Buch, bei dem es ebenfalls um Farben und Gefühle geht und das Anlass zu intensiven Unterrichtsgesprächen gibt! 


Mein Traum vom Fliegen 1

Die Unterrichtsreihe  " Mein Traum vom Fliegen" teilt sich in drei Schwerpunkte:

  • Gestaltung eines Gemeinschaftsbildes nach der Geschichte von " Hamid und der Zauberteppich"
  • Ich fliege... (Einzelarbeit) --> Marc Chagall  
  • Mein Flugalon (Bauen von fantastischen Flugobjekten) --> Leonardo da Vinci 

Hamid und der Zauberteppich

JüL 8, 2018, 5-6 Doppelstunden

Für den Zauberteppich: kleine  PlastikSpachtel (alte/leere Gutscheinkarten- stehen kostenlos bei den grossen  buchläden an der kasse ;), Gouachefarben, a4 Malblatt, Schere, Kebestift

1. Doppelstunde

Zu Beginn der Stunde lese ich den Kindern die Geschichte von Hamid und dem Zauberteppich (kann ich auf Anfrage gerne zumailen) vor. Hamid ist neu in der Klasse und kann als einziger die arabischen Schriftzeichen auf dem alten Spielteppich lesen, die sich als Zauberspruch entpuppen. Der Teppich verwandelt sich in einen Zauberteppich und nimmt alle Kinder der Klasse mit auf die Reise.

Wir sprechen über die Geschichte und überlegen, wohin die Reise gehen soll:

Die Oma in Lettland besuchen, zum  Lieblingsurlaubsort  oder ans Meer , ins Legoland, einmal den Mount Everest sehen, ins Weltall fliegen, nein!noch besser!!! zur Fußball-WM nach Russland...  Alles kein Problem, der Teppich bringt uns überall hin!

Da wir keinen Teppich besitzen, müssen wir uns den Zauberteppich selber weben und damit beginnen wir in dieser Doppelstunde.

Wir bereiten die Papierbögen vor, die wir zum Weben des Teppichs brauchen. Nach einer kurzen Einführung der Technik, verteile ich Gouachefarben (Alternativ gehen auch Deckfarben siehe Videoclip unten) nach Wahl auf Plastikteller. Mit ihrem Plastikspachtel verteilen die Kinder die Farben auf das Papier. Eine ganz neue Erfahrung. Die Farben mischen sich unterschiedlich, manche Kinder erhalten nur "Schmuddelfarben", bei anderen leuchten die Farben. Was ist passiert? In einer kurzen Zwischenbesprechung klären wir das Phänomen: Wenn man alle Farben mischt, erhält man graubraun, auch wenn man Rot/Grün, Violett/Gelb oder Blau/Orange mischt werden die Farben schmuddelig. Die ersten Erfahrungen und Erkenntnisse zu den Komplementärfarben sind gemacht!

Jedes Kind braucht am Ende der Stunde zwei gespachtelte Papierbögen. Aber die meisten gestalten vor Begeisterung viel mehr!

Zur nächsten Stunde werden die getrockneten Blätter unter einem Stapel Bücher geglättet.

2. Doppelstunde

Schere, Klebestift

Am Anfang der Stunde zeige ich den Kindern ein fertig gewebtes Stück vom Teppich. Die Kinder wollen gerne kontrastreiche Farbbögen verweben, deshalb sortieren wir die Bögen nach rot/pink/orange und blau/grün/lila Tönen

Das Ineinanderweben der beiden Papierbögen mache ich Schritt für Schritt vor:

  • Falten des eines Papierbogen auf die Hälfte ( Ecke auf Ecke , A5)
  • Einschneiden des Bogens auf der geschlossenen Seite, dabei ist die Dicke und Anzahl der Streifen egal! Achtung!!!! Oben muss eine Rand stehenbleiben, nicht durchschneiden!!
  • Der zweite Bogen wird in lange Streifen geschnitten (hochkant!)
  • Diese Streifen werden in den ersten Bogen verwebt ( kann man schlecht beschreiben, muss man zeigen s.u. im Videoclip!)
  • Ist das Stück Teppich fertig, werden die überstehenden Enden nach hinten geknickt und festgeklebt/ oder einfach abgeschnitten.

Alle Teppichstücke zusammen arrangiere ich gemeinsam mit Schüler*innen auf Paketpapier und klebe sie mit Tapetenkleister und breitem Pinsel fest. Es sind so viele Teile zusammengekommen, dass ich beide Seiten des

" Teppichs" bekleben muss.

Ich lasse einen kleinen Rand, der später von den Kindern in Fransen geschnitten werden kann. Unser Zauberteppich ist  ist größer ( 1,20m x 0,80m), als ich dachte!

In diesem kleinen Video zeige ich das Einfärben des Papiers (hier mit Deckfarben) und das Weben der einzelnen Teppichteile. 

3. Doppelstunde/4. Doppelstunde/5.Doppelstunde

Hintergrund

"Reisewunschort-Bild", Flaggen, Wahrzeichen von Ländern (aus Illustrierten)

Deckmalfarben, Flaggenvorlagen, Zeitschriften oder Reisemagazine, Schere, Klebestift, Holzbeize (optional)oder Deckfarben  ,gruppenfoto

Die Kinder malen zu zweit oder alleine den Ort, in den sie reisen möchten auf A4 oder A3 oder noch größer (der Himalaya passt einfach nicht auf A3!!)

Ich habe mit Ölkreide malen lassen, da ich alle Bilder auf weißem Papier zu einem ganzheitlichen Bild  arrangieren möchte. Um eine einheitliche Wirkung zu erzielen, färbe ich den Hintergrund der Bilder und den weißen Untergrund mit grüner Zauberfarbe (Holzbeize) ein. Dasselbe mache ich mit dem Himmel (blau) und dem Weltall (schwarz).

Ist der Hintergrund fertig, wird er an unsere Korkpinnwand gepint . Den schweren Zauberteppich befestige ich mit zahlreichen langen Stecknadeln auf  dem Hintergrund. Da die Kinder ihre Bilder in sehr unterschiedlichem Tempo fertig haben, dürfen  noch die entsprechenden Flaggen zu den Ländern gemalt  werden . Ein Flaggenbuch besitze ich schon lange , es ist  zur Fußball-WM immer stark gefragt ;). Zusätzlich stelle ich noch Kopien von Flaggen aus dem Internet zur Verfügung. Es entbricht ein Flaggenmalfieber. Eine andere Gruppe sucht in Zeitschriften nach Wahrzeichen  von Städten und schneidet diese aus. 

In einer dieser Stunden mache ich noch ein Gruppenfoto von den Kindern. Dazu schiebe ich Tische zusammen, die unseren Teppich darstellen sollen. Die Kinder betrachten staunend den Fußboden im Kunstraum und lassen sich in luftiger Tischhöhe den Wind um die Nase wehen! Ausgeschnitten ( Postergröße) nimmt die Klasse auf dem Zauberteppich platz. Zum Schluss werden Flaggen und Wahrzeichen  ins Bild geklebt

Kinder,die fehlten, werden nachträglich fotografiert und ins Gemeinschaftsbild eingefügt. 

Mein Traum vom Fliegen 2

Hoch in der Luft

JüL 8, 2018

Buntstifte oder Deckfarben Schere, A4 Papier, alter Bildband mit Luftaufnahmen, Klebestift

 

Unterrichtsaufbau:

  • Erzählen einer Geschichte, in der die Kinder im Traum  fliegen
  • Besprechen der Körperteile und -proportionen
  • Malen des eigenen Körpers mit weit ausgebreiteten Armen (oder eng anliegend im Sturzflug)
  • Suchen von  Landschaften oder Städte aus einem alten Bildband
  • Kleben der ausgeschnittenen Figur auf den ausgewählten Hintergrund
  • malerisches Ergänzen des Bildes mit Dingen, die die Vogelperspektive ( Vogel, Flugzeug, kleine Häuser, Burgen Schlösser, etc.) unterstreichen

Im Anschluss zeige ich den Schüler*innen Kunstwerke von Marc Chagall :

Der Spaziergang, Die fliegenden Liebenden über Vitebsk, Birthday

Alle Bilder zeigen fliegende Personen, in diesem Fall Marc Chagall und/oder seine Verlobte Bella.

Gemeinsam überlegen wir, wieso diese Personen fliegen und die Kinder sehen schnell, wie glücklich die Menschen auf den Bildern wirken ....

Mein Traum vom Fliegen 3

Das Flugalong

 

 

 

Das Flugalong,

Antje Bohnstedt,

Oerll Füssli Verlag,

12,95€

Eigentlich hat mich der Name dieses Bilderbuches zu der Reihe "Mein Traum vom Fliegen"  inspiriert. 

Den Anfang der Geschichte lese ich den Kindern vor, ohne die Bilder (auch das Titelbild) zu zeigen.

In der Geschichte geht es um Freunde, die sich aus Teilen vom Schrottplatz ein Flugalong bauen und mit ihm in die Luft fliegen und dann einige Abenteuer erleben (kann man sich auch selber ausdenken).

 

 

Arbeitsauftrag:

1. Doppelstunde:

Wie könnte dein Flugalong aussehen?

Zeichne dein Flugalong

Erste Skizzen zu einem Flugalong werden erstellt (Partner - oder Einzelarbeit)

Schlussbesprechung: Betrachtung der Bilder, Erläuterung der Besonderheiten: Antrieb, "Design" etc.

 

2. Doppelstunde:

Arbeitsauftrag:

  • Baut euer eigenes Flugalong
  • Nutzt das Material in den Kisten (Kisten voller Recyclingmüll)
  • Verbindet das Material mit dem Klebeband oder der Klebepistole
  • arbeitet zu zweit oder in Gruppen
  • Zwischenbesprechung:   Probleme mit der Montage, Austausch von Ideen      

3./4. Doppelstunde:

  • Fortsetzung der Gestaltungsarbeit
  • evtl. Kaschieren des Flugalongs mit Papier und Kleister und Bemalen des Flugalongs mit Wasserfarben
  • evtl. Malen eines Logos (Diff.)

5. Doppelstunde 

  • Vorstellung der fertigen Flugalongs: Gruppe steht auf dem Tisch und lässt sein Flugalong  mit Begleitung von Fluggeräuschen "abheben".
  • Ausstellung der Flugalongs

..... und nachdem alle Flugalongs fertig sind, wird die Geschichte zu Ende gelesen!!!

Eine weitere Idee:

Jedes Kind erhält ein Foto seiner Flugmaschine und malt ein Bild (Himmel/ über der Stadt/ Landschaft) mit Deckfarben . Das Bild der  Flugmaschine wird zum Schluss in das gemalte Bild hineingeklebt!

 6. Doppelstunde

  • Betrachten der Flugmaschinen von Leonardo da Vinci ( 500. Todestag)
  • Erzählung zu Leonardo da Vincis Leben

Unterrichtsreihe " Körperbilder"

Körperbilder 1- Assemblage

Alle Materialien, die der Kunstraum HERGIBT, 1 Doppelstunde

In dieser Doppelstunde legen die Kinder Körper aus Gegenständen, die sie im Kunstraum finden.

Am Anfang der Stunde spielen wir Hampelmann und schlagen mit den Händen auf die Oberschenkel, ganz schön lang sind unsere Arme!

Beim Legen  sollen die Körperproportionen beachtet  werden, der Hals wird dann doch leider immer wieder vergessen!

Die Körper werden fotografiert, die Materialien am Ende der Stunde wieder einsortiert.

Körperbilder 2- Collage

Körper aus Abbildungen von Gegenständen kleben

Zeitschriften, Schere, Klebestift, 2 Doppelstunden

Aufgabe ist es, in Zeitschriften nach Gegenständen zu suchen mit denen sich ein Körper darstellen lässt.

Dabei ist eine symmetrische Anordnung der Gliedmaßen nicht unbedingt erforderlich. Besonders skuril und surreal wirken die Figuren, wenn man die Köpfe mit menschlichen Augen und Mündern beklebt.

Körperbilder 3- Plastisches Gestalten

Biegepuppe aus Draht gestalten

Blumendraht, Alufolie, Malerkreppband, Stoffreste, Wolle, Deckfarben, Klebepistole für kinder, Klebestift, Edding , 4 Doppelstunden

Den Draht habe ich bereits zugeschnitten und verteilt, je nach Größe der Puppen benötigen die Kinder zwei 25-30cm lange Stücke.

1. Drahtfigur

Ich mache die einzelnen Arbeitsschritte mit den Kinder zusammen und ganz langsam vor, dennoch ist es eine kleine motorische Herausforderung für manche Schüler*innen, andere kommen problemlos damit zurecht, unabhängig von der Altersstufe. Beim ersten Drahtstück werden die Enden aufeinander gelegt und der Draht im obere Bereich  gedreht, so dass eine Schlaufe (Kopf) entsteht, die beiden Enden sind die Beine. Das zweite kürzere Drahtstück wickelt man unterhalb der Kopfes mehrfach um den ersten Draht, dies werden die Arme. Sind sie zu lang, schneidet man sie einfach mit der Zange ab.

2. Füllen der Figur mit Alufolie

Im nächsten Schritt wir der Draht mit Alufolie umwickelt und die Figur dadurch in Form gebracht.

3. Fixieren der Folie mit Kreppklebeband

Die Alufolie wird mit Klebeband umwickelt und fixiert. Jetzt ist die kleine Biegefigur fertig!

 

4. Bemalen der Figur mit Deckfarben

Ich bespreche mit den Kindern, wie man Hautfarbe mischt: Orange, Rot und Deckweiß

Die Biegepuppe wird bemalt.

5. Bekleiden der kleinen Skulptur

Nach dem Trocknen der Farbe kann mit der " Bekleidung" der kleinen Skulptur begonnen werden.

   Die Kinder entwickeln hier ganz unterschiedliche Vorgehensweisen:

  • Umwickeln der Figur mit Wolle (Klebestift)
  • Bekleben der Figur mit Stoff (Niedrigklebepistole)
  • "Schneidern" von Westen oder Mänteln, die wieder ausgezogen werden können, in dem Armlöcher in den Stoff geschnitten werden

Dann werden Accessoires hinzugefügt: Taschen, Mützen, Engelsflügel,  Skateboard usw.

Die Kinder lieben ihre kleinen Püppchen!


Die große grüne Kiste

Klasse 1-3, 2018, 1 Doppelstunde

Kopiervorlage "grüne Kiste"(s.u.), Zeichenpapier A4, Buntstifte, Filzstifte, evtl. Zeitschriften, Schere, Klebestift

Die Idee zu dieser Unterrichtsstunde kam mir, als ich das kleine Bilderbuch Die grüne Kiste von Gundi Herget und Katharina Staar ( 8,99€) entdeckt habe.

Fiete soll sein Zimmer aufräumen. "Immer dieser Saustall", schimpft Mama und stellt eine grüne Kiste in sein Zimmer. Da soll Fiete jetzt all sein Spielzeug hineinräumen. Natürlich hat er dazu überhaupt keine Lust. Blöde Kiste!! Aber die Kiste ist ja gar keine Kiste. Fiete klettern hinein und die Kiste verwandelt sich...

Ich lese den Schüler*innen nur den Anfang der Geschichte vor. Dabei achte ich darauf, dass die Kinder das Titelbild nicht sehen. Jeder soll später eigene Ideen entwickeln. Als Fiete in die Kiste steigt, bitte ich die Schüler*ìnnen, die Augen zu schließen: Stell dir vor, du bist Fiete und kletterst in die Kiste, du sitzt jetzt in der großen grünen Kiste, was könnte passieren? Was wird wohl aus der Kiste? ....Öffne die Augen, hast du schon eine Idee? Was glaubst du, ist aus der großen grünen Kiste geworden? Verrate deine Idee nicht!! Drehe das kleine Blatt vor dir um. Schneide die grüne Kiste aus, klebe sie auf das weiße Blatt und male, was du dir vorgestellt hast. 

Natürlich wollen einige Kinder gerne mitteilen, welche Idee sie haben, deshalb gehe ich herum.Sie dürfen sie mir ins Ohr flüstern. 

Nicht alle Kinder sind gleichermaßen fantasiebegabt, nicht alle haben sofort eine  Idee. Diese Kinder brauchen zusätzliche Unterstützung. Ich bitte jeden einzelnen ( 2-3 Kinder) noch einmal die Augen zu schließen und beschreibe die Situation genauer. Eventuell müssen wir gemeinsam überlegen...!

Am Ende der Stunde, die Kinder sind schon ganz gespannt in was sich Fietes Kiste verwandelt hat,  lese ich die Geschichte zu Ende vor und zeige den Kindern die Bilder. Danach  stellen die Kinder ihre eigenen Ideen und Bilder vor. 

Solche Assoziationsübungen findet ihr recht häufig auf meiner Seite, sie  sind , finde ich, ungemein wichtig, da sie die Fantasie der Kinder anregen und  kreatives Denken initiieren, beides trainierbare Fähigkeiten!!

Die folgenden Bilder zeigen die vielfältigen Ideen der Kinder aus der JüL8 und JüL6.

Download
Kopiervorlage: Die große grüne Kiste
6 grüne Kisten zum Ausschneiden
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Unterrichtseinheit zum Thema "Türme"

  • Türme aus Pappe bauen
  • Spaghettitürme bauen
  • Türme aus Zeitungspapier bauen
  • Funktion von Türmen, besondere Berliner Türme
  • Türme von Friedensreich Hundertwasser
  • Hundertwasser, der Architekt: Zwiebeltürme,Baumrecht und Fensterrecht....
  • Türme im Hundertwasserstil, Malen mit Deckfarben

Türme erfüllen die unterschiedlichsten Funktionen:

  • sie bieten Schutz und Orientierung
  • dienen der Verteidigung
  • demonstrieren Macht und Stärke und technisches Know how

Noch ist unklar, seit wann der Mensch Türme baut, aber das der Turm ihm durch seine überlegene Position Vorteile bietet, ist dem Menschen schon seit langem klar.

Der älteste archäologische Fund eines Turmes stammt aus dem Jahr 7500 v. Chr.: der Turm von Jericho.

Einer der bekanntesten Türme der Menschheit, der Turm zu Babel wurde 600 v. Chr. fertiggestellt. Im Mittelalter dienten Türme der Überwachung römischer Grenzanlagen. Sie wurden aber auch zu Prestigezwecken gebaut, wir z. B im sogenannten " Manhattan" der Toskana, in San Gimignano.

Der Pariser Eiffelturm ist ein Symbol für die Industrielle Revolution, durch moderne Baustoffe wie Stahl und Beton war seine Konstruktion etwas vollkommen Neues.

( aus: www.planet-wissen.de-architektur)

Auch Berlin ist eine Stadt der Türme. Der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden, der Grunewaldturm ein beliebtes Ausflugsziel, der Radarturm auf dem Tempelhofer Feld besticht durch seine Funktionalität oder aber , in unserer unmittelbaren Umgebung,  der "Bierpinsel", der wohl bunteste Turm in ganz Berlin.

In den nächsten Stunden werden sich die Schüler*innen mit dem Bauen von Türmen und im Anschluss mit der Bedeutung von Türmen sowie einigen der zahlreichen Berliner Türme beschäftigen.

JüL8 und JüL6, 2017 (10 Doppelstunden)

1. Türme aus Karton

Karton und schere

1Doppelstunde

Nachdem jedes Kind eine große Pappe erhalten hat, lautet der Auftrag, daraus -nur mithilfe der Schere- einen stabilen Turm zu bauen! Dabei darf die Pappe in mehrere Teile zerschnitten werden.

Die Stabilität des Turmes wird in  einem besonderen Testverfahren überprüft:  Ich gehe -wie der böse Wolf in der Geschichte von den drei kleinen  Schweinchen-  herum und puste ! Was für allgemeine Spannung und Freude sorgt, so dass mir bald der Atem ausgeht ;)!

Das Bauen kann in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit erfolgen.

Ich lasse  die Schüler*innen 10 Minuten frei experimentieren, dann unterbreche ich die Arbeit für eine kurze Zwischenbesprechung, in der sich die Kinder über ihre verschiedenen Techniken austauschen  und sich Tipps von ihren Mitschüler*innen abholen!

In jeder Klasse findet sich mindestens eine Gruppe, die das Steckprinzip (Einschnitte in den Pappen) anwendet und bald zeigt sich hier der Vorteil beim Bauen, die Türme  sind am Stabilsten (wenn man für ein gutes Fundament gesorgt hat) und man kann sehr hoch bauen, so wird das erfolgreiche Steckprinzip sehr schnell von den anderen Gruppen kopiert.

Am Ende der Stunde präsentieren alle Schüler*innen ihre Türme und erläutern ihre Bauweise.

Mancher Turm wurde zum Schluss bemalt und in eine Skulptur verwandelt, nicht immer entstand ein "echter" Turm, aber  immer ein  sehenswertes Bauwerk! 

2. Spaghetti-Türme

1 Doppelstunde

Material: Hartweizennudeln (ca. 5 Packungen pro Klasse), Knete

Die Unterrichtsreihe " Türme" wird in dieser Stunde fortgesetzt!

Die Kinder dürfen allein, in Zweiergruppen, maximal Dreiergruppen arbeiten.

Jede Gruppe erhält eine halbe Packung Spaghetti und Knete.

Aus diesem Material sollen die Kinder Türme bauen. Diese Aufgabe erweist sich als weitaus schwieriger, als das Bauen von Türmen aus Karton. Die Spaghetti zerbrechen sehr leicht!

Mit der Knete werden die Spaghetti am Boden befestigt und miteinander verbunden.

Nach einer experimentellen Phase von ca. 10 Minuten tauschen wir unsere Erfahrungen aus:

  • Mehrere Spaghetti, mit Knete verbunden, sind viel stabiler zum Bauen
  • die Knete hat ein Eigengewicht, man muss aufpassen, dass durch dieses Gewicht das Bauwerk nicht einstürzt
  • auf Pappe gebaute Türme halten nicht so gut, da die Knete auf dem Karton nicht haftet, die Tischplatte bietet eine bessere Haftung
  • ein Turm , der nach oben schmaler wird, ist einfacher zu bauen und hält besser
  • baue ich den Turm wie ein Gerüst in die Höhe, brauche ich Mittel- und Seitenstreben für die Stabilität

Trotz der schwierigen Aufgabe lassen sich die Schüler*innen nicht entmutigen und fangen, auch wenn ihr Turm mehrfach einstürzt, immer wieder neu an. Die Aufgabe, einen  (hohen) Turm zu bauen, ist eine echte Herausforderung, aber unabhängig von der Altersstufe  zu bewältigen. Die Erstklässler zeigen sich in ihrem Ideenreichtum und ihren Einfällen  genauso pfiffig, wie die Zweit-und Drittklässler. Jeder bewältigt die Aufgabe auf seine individuelle Weise. Konzentration und motorisches Geschick ist bei allen gefragt.

Am Ende werden die fotografierten Türme abgebaut, einen Transport nach Hause würden diese fragilen Bauwerke leider nicht überstehen!

3. Türme aus Zeitungspapier

1 Doppelstunde

Auch in der dritten Doppelstunde bauen wir Türme, denn die Motivation der Schüler*innen ist ungebrochen.

Diesmal wird die Klasse in drei altersgemischte Gruppen aufgeteilt. Dabei müssen die Schüler*innen kommunizieren, miteinander kooperieren, aufeinander Rücksicht nehmen, sich absprechen und einigen, das ist nicht immer einfach!

Die Türme sollen  aus einzelnen Zeitungsblättern und Klebeband gebaut werden. Nach einer kurzen Experimentierphase findet, wie immer, eine Zwischenbesprechung statt. Die Resultate sind für die Kinder unbefriedigend, alle Falt- und Rollvarianten bieten nicht genügend Stabilität für den Turmbau. Gemeinsam überlegen wir  Verbesserungsvorschläge, am Ende zeige ich den Schüler*innen ,wie man das doppelte Zeitungsblatt in der Mitte faltet und dann ganz eng zusammenrollen muss (am besten über Eck anfangen), um die größtmögliche Stabilität zu erreichen. Nun werden in jeder Gruppe zahlreiche "Stäbe" produziert und es wird mit dem Bau des Turmes  begonnen. Die Herausforderung besteht darin, einen sehr  hohen Turm zu bauen!

Zum Ende der Stunde merken alle, wie wichtig jedes einzelne Gruppenmitglied ist. Als der Countdown der letzten Minuten läuft,  hat die Aufregung alle erfasst und hektisch werden Versuche unternommen, den Turm noch ein wenig höher zu bauen! Der einen Gruppe gehen dabei die Zeitungs"stäbe" aus und es muss in Windeseile nachgerollt werden. Da ist jede Hand gefragt! Nur gemeinsam ist man erfolgreich, das ist die Erkenntnis dieser Stunde!

Und nicht nur der höchste Turm hat gewonnen, es gibt auch einen Gewinner  für die stabilste Konstruktion und das ausgefallenste Design. Eine "Medaille" für tolle Gruppenarbeit haben sich sowieso alle verdient!!!

1 Doppelstunde

In der nächsten Stunde werden wir uns verschiedene berühmte Türme und auch Berliner Türme anschauen und uns mit dem Künstler und Architekten Friedensreich Hundertwasser,   seinen Zwiebeltürmen und seiner besonderen Architektur beschäftigen.

4.Hundertwassertürme

JüL 6 und JüL 8, 2017

Material: Deckfarben, DeckWEISS, Karton 50 cm x 40 cm

2 Doppelstunden

Die Erkenntnisse über die Architektur von Friedensreich Dunkelbunt Regentag Hundertwasser fließen in das Malen der Türme mit ein, aber der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Die Türme dürfen in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit gemalt werden.

Dazu werden, wenn gewünscht, mehrere Pappen mit Paketklebeband aneinander geklebt.

In der zweiten Doppelstunde wollten die meisten Schüler*innen ihren Turm verlängern, der höchste Turm hat jetzt eine Länge von zwei Metern erreicht!