Klasse 6, 2015-2017


The school

Klasse 6c, 2017

Schuhkartons, bastelmaterial, Klebepistole,Fineliner...

The Haus war eines der Kunstereignisse des Jahres 2017 in Berlin.

Ein zum Abriss bestimmtes Bankgebäude wurde zur temporären Galerie der Subkultur.

Über 100 Street-Art-Künstler gestalteten je einen Raum.

Decken, Böden, Fenster und Heizkörper der rund 80 Räume wurden durch Graffiti, Tape-Art und Installationen in Kunstobjekte verwandelt. Das Interesse an diesem Street-Art-Projekt war so groß, dass sich lange Menschenschlangen vor dem Eingang bildeten. Bis zu drei Stunden Wartezeit (in den letzten Tagen waren es 6 Stunden!) wurden in Kauf genommen, um an diesem Kunsterlebnis teilhaben zu können. Der Eintritt war kostenlos. 

Natürlich war The Haus auch Gesprächsstoff im Kunstunterricht und Mitschüler*innen erzählten lebhaft von ihrem Besuch. Ich zeigte meinen Schüler*innen Bilder aus dem Katalog, der nach Abriss das einzige fotografische Dokument

dieser spektakulären Kunstaktion sein würde.

In der 6c entstand nach dem Betrachten der Bilder der Wunsch, etwas ähnlich zu gestalten.

In Gruppen wurde die Umsetzung diskutiert und so formt sich die Idee von

The school: Die Räume unserer Schule durch Street-Art-Kunst umzugestalten.

Da unsere Schule zum Glück nicht vor dem Abriss steht, verwandelten die Schüler in Partner- oder Gruppenarbeit stellvertretend für die Klassen- und Fachräume Schuhkartons in Kunstobjekte.

Nach ca. 6 Wochen  malen, installieren, montieren, zeichnen und kleben waren alle Räume von The school fertig.

Der Naturwissenschaftliche Raum wird nun  zur abenteuerlichen Landschaft, in der wir einem Dinosaurier begegnen können! Der Klassenraum  verwandelt sich in ein Spiegelkabinett mit einem Bodybuilder als Klassenlehrer  und einem Fußballplatz im Untergeschoss, um während des Unterrichts auch mal zu kicken. Spiderman begegnet uns im Erdgeschoss. Und im Treppenhaus muss man sportlich klettern können, sonst erreicht man die anderen Stockwerke wohl nie!

Zum Abschluss wurden Fotografien der gestalteten Räume von mir mit Photoshop in das Bild unserer Schule eingefügt (Dies hätte ich sehr gerne gemeinsam  mit meinen Schüler gemacht, aber noch fehlen mir dazu die Möglichkeiten).

Die Besichtigung  von The school ist nach den  Herbstferien  möglich, dann stellen wir die "Kunsträume" aus und  hängen  ein großes Plakat von dem Bild (s.o.) im Schulgebäude auf.


Nie wieder-

Eine Auseinandersetzung mit Käthe Kollwitz und ihrem Werk

Klasse 6a, 2017, Museumsbesuch und 4 Doppelstunden

Kohlestifte, Zeichenstifte, Acrylfarben, Illustrierte, a3

Aufbau der Unterrichtseinheit:

  • Museumsbesuch: Käthe-Kollwitz-Museum Berlin
  • Biografie Käthe Kollwitz im Kontext ihrer Zeit : Unterrichtsgespräch, 1 Doppelstunde
  • Nie wieder Krieg: Betrachtung des Plakates 20 min
  • Nie wieder: Vorstellung des Themas und praktische Arbeit, 3 Doppelstunden

Museumsbesuch

Wir feiern dieses Jahr den 150. Geburtstag von Käthe  Kollwitz.

Ihre Kunst war nie angepasst oder politisch korrekt, schon früh in ihrer Laufbahn erregte sie Anstoß, ihre Plakate provozierten und zeigten bestehende Missstände in der Gesellschaft auf.

Bei einem Besuch im Käthe-Kollwitz-Museum findet eine erste Auseinandersetzung mit dem Werk der Künstlerin statt.

Zunächst erforschen wir allein mit unserem Tastsinn  ihre Skulpturen, endlich dürfen wir etwas in einem Museum im wahrsten Sinne des Wortes  begreifen! Die Bronzestaturen beeindrucken  in ihrer Ausdruckskraft und Detailgenauigkeit.

Jede Sehne, jeder Knöchel einer Hand oder eines Fußes ist erfühl-und erkennbar! Wie fein die Gesichter der Kinder gearbeitet sind. Die Schüler*innen können sich kaum von den Skulpturen lösen, so viel Spaß macht es, mit den Fingern die Feinheiten zu ertasten und ihnen nachzufahren.

Zum Abschied winkende Frauen und Kinder, eine  riesengroße Mutter, die ihre zwei Kinder beschützend umschließt, eine Frauengruppe, die kleine Kinder hinter ihren Schürzen und Röcken versteckt, werfen Fragen auf.

Mit Beginn des ersten Weltkrieges verändert sich das Leben der Kollwitz schlagartig. Ihre Söhne ziehen in den Krieg. Peter, der jüngere, freiwillig und mit Käthes Erlaubnis gegen die Bedenken des Vaters. Kurze Zeit später stirbt Peter in Belgien an der Front. Er ist der erste Gefallene in seinem Regiment.

"Saatfrüchte dürfen nicht vermahlen werden", dieses Goethe-Zitat begleitet ab jetzt ihr ganzes Leben und ihre Kunst.

Praktische Arbeit:

Die Schüler*innen betrachten das Plakat, seine Aussage ist eindeutig, die Figur sehr markant. Das Plakat wurde mit Kohle gezeichnet, es ist von 1924.  Zehn Jahre nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde es von Käthe Kollwitz gemalt. Anlass war eine gleichnamige Massenkundgebung in ganz Deutschland.

Der junge Mensch  auf dem Plakat hat seine rechte Hand zum Schwur erhoben. Mit der linken Hand auf  seinem Herzen ruft er laut und eindringlich: Nie wieder Krieg!!

Im Anschluss an diese Betrachtung erhalten die Kinder von mir eine Kopie der Figur auf einem A3 Blatt.

Das Thema ihres Bildes soll: Nie wieder! heißen.

Arbeitsauftrag:

  • Was  soll deiner Meinung nach nie wieder passieren, wogegen würdest du aufschreien und protestieren?
  • Überlege dir ein  Thema, das dich persönlich interessiert und beschäftigt!
  • Mache dir Notizen und Stichpunkte zu deinem Thema.
  • Wie kannst du es am besten darstellen und umsetzen? Welche Techniken  und Materialien eignen sich besonders für die Umsetzung deines Themas?
  • Du darfst malen, zeichnen, collagieren, montieren  ...

In einer Zwischenbesprechung haben wir über die Wirkung von Plakaten und deren bildnerische Mittel gesprochen: z.B. Signalfarben, Kontraste, große Schrift, übergroße Darstellung von wichtigen Bildelementen. Die Aussage des Bildes, das Thema, sollte mit einem Blick erfasst werden können. 

Die Vielfältigkeit der dargestellten Themen war sehr erfreulich und die Inhalte bezogen sich nicht nur auf gesellschaftlich/politische sondern auch auf sehr persönliche Zustände und Erfahrungen und "Nie wieder Urlaubsende"  würden wir doch wohl alle unterstreichen!!                                                                                            

Eine Biografie über das Leben von Käthe Kollwitz im Kontext ihrer Zeit kann gerne bei mir angefordert werden.

Ich finde  Künstlerbiografien bieten die unglaubliche Chance, die politischen Zustände der damaligen Zeit anhand eines Schicksals greifbar zu machen, denn sie werfen viele Fragen auf. Durch  die Biografie von Käthe Kollwitz ergaben sich 

folgende Fragen, die wir im Unterricht lebhaft diskutiert haben.

  • Wie wurden Kinder Mitte des 19 Jahrhunderts erzogen? Wenn Käthe als kleines Kind einen ihrer zahlreichen Wutanfälle bekam, wurde sie von ihren Eltern mit Zuckerstücken so lange gefüttert, bis sie still war. War dies typisch für diese Zeit?
  • Wieso sind so viele Kinder damals gestorben? Von Käthes Geschwistern sind drei gestorben, von den 10 Geschwistern ihres Mannes gar 9. Kinder.
  • Ab wann durften Frauen an der Universität studieren? Käthe durfte nur auf eine Malakademie für Frauen gehen, eine Universität durften nur die Männer besuchen.
  • Wieso sagt man 1. Weltkrieg, welche Länder waren an diesem Krieg beteiligt? Wer hat diesen Krieg angefangen?
  • Wieso sind die jungen Männer und Maler begeistert in den Krieg gezogen? 
  • Was heißt entartete Kunst?
  • usw. :)

Portraitcollage

Die genaue Beschreibung zu dieser Collage findet ihr unter Klasse 5, 2017

Zeitschriften, Klebestift, DURCHSICHTIGE Folie, Permanentstift in F und M, A4 Format

8 Doppelstunden haben die Schüler*innen an diesen Portraitcollagen gearbeitet!

Im Gegensatz zu den Collagen der 4. und 5.Klasse (A5 Format) haben diese Bilder das Format A4. Dementsprechend größer war auch der Zeitaufwand für die Bilder.

Außerdem sollten die Schüler*innen eine persönliche Note in ihr Bild bringen, ein Hobby, ein Haustier, den beliebten Urlaubsort oder ähnliches. Für das Foto durften sie sich verkleiden, eine Pose machen oder ein Selfie mitbringen

Licht und Schatten sollten beim Bekleben der Flächen berücksichtig werden, um der Portraitcollage dadurch eine Tiefenwirkung zu geben.

Klasse 6 B, 2017

Klasse 6c


Der Schrei

Klasse 6b und Klasse 6c, 2017

Material: Foto des Schülers, Fotokopie " Der Schrei" von Edvard Munch, PERMANENTSTIFTE oder Fineliner, Buntstifte, deckfarben, aktuelle Illustrierte, Fotokarton A3 oder A4 weiß

Ein Körper windet sich im Vordergrund, die Hände an die Ohren geschlagen, das totenkopfähnliche Gesicht vom Schrecken gezeichnet, die Gestalt reißt den Mund weit auf - und... es entweicht ein gellender Schrei...

Edvard Munchs Bild " Der Schrei" ist ein  Schlüsselbild der Kunstgeschichte und  es passt sehr aktuell in die heutige Zeit! Ich finde, es gibt vieles, über das man momentan  laut schreien könnte...!!!

So steht die Betrachtung des Bildes am Anfang unserer neuen Unterrichtseinheit.

Jede/r Schüler*in erhält eine Kopie des Bildes und betrachtet diese zunächst stumm. Dann werden erste Beschreibungen und Eindrücke gesammelt. Das die Figur im Vordergrund Angst hat, erkennen die Schüler*innen sofort, doch wovor fürchtet sie sich?  Verschiedene Vermutungen werden geäußert....

Ich bitte die Schüler*innen sich hinzustellen und die Pose der Figur nachzuspielen, dies geschieht natürlich nicht stumm und einige beginnen automatisch zu schreien, jetzt erwähne ich den Titel des Bildes und den Namen des Malers.

Dann stelle ich die Frage:

Wovor hast du Angst? Worüber würdest du schreien?

Neben ernsten Themen, wie den  Tod der Eltern, Umweltverschmutzung oder aktuelle politische Situationen, werden auch nicht ganz so ernst gemeinte Themen, wie Angst vor Monstern, Spinnentiere oder einem Handyverbot genannt ;)! 

Ich fotografiere die  Schüler*innen in der " Munch- Schreipose", wobei jede/r, der mag,  lauthals schreien darf!

Für alle- außer meine Ohren- eine sehr spaßige Angelegenheit!

Aufgabe:

Gestalte in einem Bild eine Situation/ ein Thema , in der du/ worüber du laut schreien würdest und das deine Angst widerspiegelt. Achte darauf, Platz für dein Foto zu lassen und klebe dich an eine vorher ausgewählte Stelle in dein fertiges Bild. Entscheide selber, mit welcher Technik du dein Bild gestalten möchtest. Auch Edvard Munch hat sein Bild "Der Schrei" in vier verschiedenen Versionen gestaltet.

 

Achtung, das Thema hat es in sich! Nicht nur ein/e  Schüler*in wurde durch dieses Thema mit einer sehr persönlichen,realen Angst konfrontiert, wollte diese aber (nach einem eingehenden  Gespräch) unbedingt bildnerisch darstellen.

 Im Original tragen die Kinder keine Schrei-Maske!


Neue Graffiti

Klasse 6b und Klasse 6c, 2017

Material: Polychromosbuntstifte, PERMANENTMARker, A4 oder A3, 8 Wochen!

Allein die Ideenfindung,  der Entwurf und die Vorzeichnung benötigen extrem viel Zeit, mindestens drei Wochen oftmals auch länger! Dabei werden Bücher wie die Graffiti-Bibel, die Graffiti-School oder das sehr zu empfehlende Buch von Claudia Walde "Street Fonts"-Graffiti Schriften von Berlin bis New York gewälzt. In diesen Büchern holen sich die Schüler ihre Inspirationen für ihre eigenen Schriftzüge. Auch das richtige Ausmalen will geübt sein: Farbübergänge wie beim Sprayen zu schaffen, ist mit Buntstiften nicht so einfach. Welche Farben wirken am besten? Nehme ich für mein Bild kontrastive Farben oder bleibe ich in einer Farbfamilie? Es ist wie immer, gute Bilder brauchen  Zeit und wenn am Ende alle auf ihr Bild stolz sind, ist das perfekt!

Auf was die Schüler beim Zeichen achten sollen, was für Beurteilungskriterien für die Graffiti gelten, habe ich unter

Graffiti ganz genau beschrieben!


Augenblick mal - Wer guckt da so?

Maurus
Maurus

Klasse 6c, 2016

Material: Aquarellmalstifte, Acrylfarben, Zeichenkarton für Acrylfarben, Bildformate zwischen 20x20cm und 25x25cm

Ausgangspunkt unseres Themas ist die Betrachtung eines kleinen  Bilderbuchs, in dem  Fotografien  von  verschiedenen Tieraugen gezeigt werden. Und bei einigen Bildern  fragt man sich  " Wer guckt da so?", da nur die Augenpartie des Tieres zu sehen ist. Mehr als einmal müssen wir die Bildauflösung hinten im Buch aufschlagen!

Die Schüler dürfen sich dann ein Tierauge aussuchen, welches sie abzeichnen und malen wollen. Dafür "opfere" ich die Fotografien aus 2 Büchern, man kann sich aber auch Bilder aus dem Internet aussuchen.

Zunächst hatte ich die Idee, die Tieraugen mit Acryl malen zu lassen, was sich aber beim Mischen der verschiedenen Farbnuancen als zu schwierig herausstellte.  So sind wir auf wasservermalbare Aquarellstifte ( 2 Kästen wasserlösliche  Stifte von Neocolor2) umgestiegen, mit denen die Schüler wunderbar zurechtkommen. Beim Malen kam es mir nicht so sehr auf ein exaktes Kopieren der Vorlage an, sondern um eine eigene Interpretation des Bildes und dies ist-wie ich finde- den Schülern hervorragend gelungen.

Unten seht ihr die ersten Ergebnisse!

Und... wer guckt da so? 

Fotos aus dem  Gestaltungsprozess:


Selbstportrait-Radierung

Radierungen Klasse 6

Klasse 6, 2016

Material: Rhenalonplatten, Radiernadeln, Tiefdruckpresse, Aquarellpapier, Pappkantenstücke, Telefonbücher, Gaze für Radierungen, wasserlösliche Farbe für Radierungen, Portraitfotos der Schüler, 3 Doppelstunden

In einer der vorangegangenen Stunden habe ich Portraitfotos von den Schülern gemacht und diese in Photoshop unter "Überarbeiten" in schwarz/ weiß umgewandelt und unter Filter-Kunstfilter-Buntschriftschraffur in eine hell-dunkel Zeichnung konvertiert und in A6 ausgedruckt.

In der 3. Doppelstunde wird mit dem Farbauftrag und weiteren Farben  experimentiert:


Guernica - Ein Bild zu Krieg und Frieden                                                  

Klasse 6b, 5 Doppelstunden

Material: Collage, Deckfarben, Zeitungen und Zeitschriften, Filz- und Buntstifte, Schere, Klebestift, Bild: Guernica von Picasso

1. Doppelstunde: Bildbetrachtung Guernica, Pablo Picasso, 1937

Die Debatte über die Flüchtlingspolitik beherrscht unsere Medien. Täglich sehen wir Bilder von Menschen auf der Flucht. Doch woher kommen  diese Kinder, Frauen und Männer, was hat sie zur Flucht gezwungen, was haben sie erlebt?

Um den Schülern die Gründe  dieser aktuellen Flüchtlingswelle transparent zu machen  und ihnen eine Ahnung von dem zu geben, was diese Menschen erlebt haben mögen, betrachten wir eines der berühmtesten Bilder von Picasso: Guernica. Es wurde von Picasso 1937 während des Spanischen Bürgerkrieges gemalt und zeigt die Schrecken eines Krieges sehr genau, vor allem das Leid der Opfer.

Ohne jegliche Vorinformationen betrachten die Schüler das Bild einige Minuten stumm. Es folgen erste spontane Äußerungen:

Das sieht aus, wie von einem Kind gemalt...,irgendwie brutal..., gehört der Fuß zu dem Körper?... sollen die Dreiecke Flammen sein?

Immer mehr Details des Bildes werden gesehen, besprochen diskutiert. Dabei  sammele ich kommentarlos  die Eindrücke. In der zweiten Phase der Betrachtung kommt es zur Interpretation. Was zeigt uns das Bild? Die Schüler begründen ihre Vermutungen. Allen ist klar, dass es in dem Bild um Gewalt geht, viele sind sich sicher, das  Bild handelt von Krieg.

Nun erzähle ich die Geschichte zu Guernica. Dabei klären wir gemeinsam Begriffe wie Republik, Monarchie und Diktatur, was bedeutet  Bürgerkrieg? Es ist das  erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass es solch einen verheerenden Luftangriff auf eine zivile Bevölkerung gegeben hat und so viele unschuldige Menschen umgebracht wurden. Die  baskische Stadt wurde  durch die deutsche Luftwaffe zu 80% zerstört.

Nun bekommt die mit dem Pfeil angeschossene Taube eine ganz neue Bedeutung. Wen soll der Stier darstellen, was die Frau mit der Fackel? Zu lediglich zwei Figuren seines Bildes hat Picasso eine Erklärung abgegeben:

Der Stier symbolisiert General Franco  und das Pferd, das gequälte spanische Volk. Alles andere ist Interpretationssache.

Der aktuelle Bezug zum syrischen Bürgerkrieg kommt von den Schülern selber und muss von mir erst gar nicht erwähnt werden.

Interpretationen, die von den  Schülern genannt wurden:

Vogel: Verwundete Friedenstaube = Krieg

Frau mit Lampe: ähnelt der Freiheitsstatur, Lampe=Licht=Hoffnung

Mutter mit totem Kind: Maria mit dem Jesuskind

Blume in der Hand des Kriegers: Hoffnung

Annmerkung:

Das Wort " Glühbirne" heißt auf Spanisch "Bombilla", vielleicht eine Wort/Bildspiel Picassos  im oberen Teil des Bildes, wo eine Glühbirne das Szenario beleuchtet?

Arbeitsauftrag:

  • Gestalte ein Bild, male abstrakt, nur mit Farben,  auf der einen Hälfte das Grauen des Krieges  auf der anderen Seite  den Frieden, welches sind deine persönlichen Kriegs-oder Friedensfarben?
  • Was bedeutet für dich Krieg, was macht Frieden aus? Suche in Zeitschriften und Zeitungen nach Wörtern, die für Krieg und Frieden stehen
  • Suche in Zeitschriften und Zeitungen nach Symbolen für Krieg und Frieden oder male diese selbst

Beurteilungskriterien:

Hintergrund:

Hast du durch deine Farbwahl und durch die Dynamik/ Lebendigkeit des Farbauftrages den Eindruck von Krieg und Frieden wiedergegeben?

Wortebene:

Hast du zahlreiche und passende Wörter zu Krieg und Frieden gefunden oder selber geschrieben?

+ Hast du die Wörter in einer besonderen Weise arrangiert und geklebt, so dass der Eindrck von Krieg und Frieden verstärkt wird?

Symbolebene:

Hast du aussagekräftige Symbole für Krieg und Frieden gefunden oder sogar selber gemalt?

Gesamteindruck des Bildes


Stencil-Art

Unsere gesprayten Bilder! Weitere Fotos von der Aktion unter Stencil-Art
Unsere gesprayten Bilder! Weitere Fotos von der Aktion unter Stencil-Art

Klasse 6c, 2015

Material: Fotovorlagen (konvertiertes Portraitfoto), Pauspapier, Schablonenfolie, Tafelschwamm, Linoldruckfarbe oder Acrylfarbe, Silhouettenschere, wasserfester Folienstift, weißes, glattes Papier

Stencil (englisch) bedeutet Schablone. Man fertigt eine Sprüh- oder Graffiti –Schablone an, mit der Motive auf relativ einfache Weise vervielfältigt werden können. Der Begriff stencil beschreibt auch das fertigt gesprühte Motiv. Dieses wird der Street- oder Urbanart zugeordnet.

Die einzelnen Arbeitsschritte werden unter Stencil-Art ganz genau anhand von Bildbeispielen beschrieben!

Während dieser Unterrichtseinheit haben wir uns die Dokumentation (Mokumentary?)  Exit ThroughThe Gift Shop des britischen Künstlers Banksy angeschaut. Banksy ist die Legende unter den Street-Art-Künstlern. Wenig ist über ihn persönlich bekannt. Verbürgt ist allein, dass er Mitte 30 ist, im englischen Bristol geboren wurde und mit Nachnamen Banks heißt. Dafür sind seine Bilder umso bekannter. Der Autonome, der statt eines Pflastersteins einen Blumenstrauß wirft; das Polizistenpärchen, das sich leidenschaftlich küsst; oder die Szene aus "Pulp Fiction", in der John Travolta und Samuel L. Jackson statt Pistolen leuchtend gelbe Bananen in den Händen halten: Banksys Bilder brennen sich ins Gedächtnis ein.

Im Februar dieses Jahres hat sich Banksy den Gazastreifen zum Atelier erkoren. In einer kurzen Dokumentation setzt er sich in künstlerische-kritscher Form mit dem Nah-Ost-Konflikt auseinander.


Zusammenhalten

Klasse 6c, 2015

Freie  Materialwahl

In unserer heutigen Gesellschaft ist kreatives Denken gefragter, als je zuvor. Effektiv im Team arbeiten zu können wird in den verschiedensten Arbeitsbereichen als selbstverständlich vorausgesetzt. Beide Fähigkeiten, kreative Ideen zu entwickeln und sich erfolgreich in ein Team einzubringen, sind erlernbar und trainierbar. Und gerade hier bietet der Kunstunterricht  eine Chance und vielfältige Möglichkeiten, diese Fähigkeiten  zu fördern.

Die im Folgenden beschriebene Unterrichtseinheit will sowohl kreative Denkprozesses in Gang setzten, als auch die soziale Kompetenz  der Schüler fördern.

Als Thema erhalten die Schüler lediglich das Wort:

ZUSAMMENHALTEN

In der gestalterischen Umsetzung, der Wahl des Mediums, der Techniken  (Collage,Assemblage,  Montage, Skulptur, Malerei, Fotografie ,Film....) und der Materialien sind die Schüler frei.

Lediglich der Zeitrahmen ist mit 8 Doppelstunden begrenzt. Am Ende der Unterrichtseinheit steht eine Präsentation der Gruppenergebnisse.

 

Das Wort ZUSAMMENHALTEN umfasst drei Ebenen:

- Die inhaltliche Ebene: Das Thema

- Die gruppendynamische Ebene: Auch die Schüler müssen       

   zusammenhalten, um ihr Ziel zu erreichen.

- Eventuell die materialbezogene Ebene: Auch Kleber, Tacker, Klebeband und 

  Gips halten Dinge zusammen.

Im Verlauf der Unterrichtseinheit sind 6 Kunstwerke entstanden, die das Thema Zusammenhalten wiedergeben.

 

Das 6. Kunstwerk ist unten zu sehen!

Praktische Durchführung:

1. Doppelstunde:

Durch Losverfahren werden die  Gruppen (4-5 Schüler) festgelegt.

Zunächst erstellen alle Gruppen ein Mind Map zu dem Wort ZUSAMMENHALTEN:

In dieser Phase geht es um das Kennenlernen der Aufgabe und erste Diskusionen und Gespräche innerhalb der neuen Gruppe.

 

2. und 3.Doppelstunde:

Im Team wird nun diskutiert,in welcher künstlerischen Form man das Wort umsetzten könnte.

Ideen werden ausgetauscht, diskutiert und wieder verworfen, mögliche Materialien besprochen. Die Realisierbarkeit von Ideen (Zeitrahmen/ Organisation der Materialien) wird mit dem Lehrer besprochen.

In dieser zweiten Phase kommt es erwartungsgemäß zu den ersten größeren Konflikten zwischen den Schülern, teilweise sehr tränenreich! Man muss sich auf ein Ziel einigen! Erste Positionskämpfe brechen auf. Jeder muss seinen Platz in der Gruppe finden. Falls die Gruppe es nicht alleine schafft, ihre Konflikte zu lösen, muss hier der Lehrer einschreiten und vermitteln. Kompromisse müssen geschlossen werden.

 

4.-7.Doppelstunde:

Sind die Hierachien in der Gruppe geklärt und alle mit der Umsetzung des Themas einverstanden, gestaltet sich diese 3. und 4.Phase harmonischer und sehr ergebnisorientiert.

Das Team hält zunehmend zusammen. Aufgaben werden verteilt und das Team arbeitet kooperativ an der künstlerischen Umsetzung des Themas.

 

In der letzten Phase/ Doppelstunde erfolgt die Präsentation der Ergebnisse. Das erfolgreiche Team zeigt sich geschlossen und stellt sein Kunstwerk den anderen Gruppen vor.

Hand in Hand

Unser Kunstwerk heißt Hand in Hand. Es sind 2 Personen, die Händchen halten. Man könnte denken, es wären Geschwister, ein Paar, Freunde oder einfach nur Menschen, die zusammenhalten. Bei Teams und Manschaften ist es besonders wichtig, dass sie zusammenhalten, denn nur wenn alle zusammen kämpfen, kann das Ziel erreicht werden. Das haben wir auch beim Gestalten unseres Kunstwerkes gemerkt. Das Foto auf dem Hintergrund soll unseren Zusammenhalt zeigen...

Von Till,Leyla, Elena und Til



Drahtskulpturen

Klasse 6b, Frau Kreimeyer

Material: Blumendraht, 1-2 Rollen, Drahtzange, Holzstück

Eine genaue Anleitung zum Wickeln des Drahtes findet ihr unter:

Klasse 6, 2013


Linoldruck

zum Thema Zirkus, Klasse 6b, Frau Kreimeyer