Klasse 5, 2016-2017


Unterwasserwelten

Klasse 5b und Klasse 5c, 2017

Nach unserer Klassenfahrt mit beiden 5. Klassen an die Ostsee und einem Besuch im Ozeaneum Stralsund mit seinen faszinierenden Einblicken in die Unterwasserwelt, bot sich dieses Thema einfach an.

Zudem behandelt  die Klasse 5b  im Naturwissenschaftlichen Unterricht momentan das Thema "Mikrowelten" und übt sich im Abzeichnen kleinster Dinge. In diesem Zusammenhang habe ich ihnen den Biologen und Künstler Ernst Haeckel vorgestellt, dessen detailgetreue Abbildungen kleinster Lebewesen noch heute spektakulär sind.

Deshalb entwickelten sich in  den beiden Klassen  zwei verschiedenen Herangehensweisen an das  Thema "Unterwasserwelten":

Klasse 5b, Collage, Zeichnen, Malen

Material: Zeichenbleistift, Fineliner, Deckfarben, Aquarellstifte, Kopiervorlagen aus dem MalBuch "Museum der Tiere" (S.U.) Zum Abzeichnen, Kopiervorlagen der Bilder Von Ernst Haeckel (s.u.) zum Collagieren, Zentanglehefte mit Musterbeispielen, Fotokarton a4

5 Doppelstunden

Die Aufgabenstellung ist offen, die Schüler*innen können ein schwarz/ weißes Bild in Anlehnung an das von Haeckel gezeigte Buch oder eine  farbfrohe Unterwasserwelt gestalten. Auch die Wahl der Tiere oder Pflanzen ist jedem selber überlassen und kann so differenziert gewählt werden.

Zunächst darf  jeder/ jede Schüler*in  ein oder mehrere Objekte aus den Kopiervorlagen von Ernst Haeckels Formen aus dem Meer ausschneiden und auf das weiße Blatt kleben. So ist der Anfang schon einmal gemacht und die Hemmung vor dem ersten Zeichenstrich genommen. Nach individueller Voraussetzung kann später das Bild durch weitere Haeckel-Elemente ergänzt und vervollständigt werden.

Dann beginnen die Schüler*innen mit dem Abzeichnen ihrer "Wahl"tiere. Hierzu liegen zahlreiche Bücher und Kopiervorlagen bereit (siehe die angegebenen Bücher oben und unten).

Weitere Impulse gab es während dieser Unterrichtseinheit durch Bilder einer anderen Klasse, die sich mit Zentanglemustern beschäftigte. Auch hier stellte ich den Schüler+innen frei, ihre Tiere/ Pflanzen mit Mustern fantastisch zu gestalten oder durch Hell/Dunkel-Kontraste und Schraffuren eine realitätsnahe Darstellung zu erreichen oder beide Techniken zu mischen! Durch Überschneidungen und Größenunterschiede soll eine Tiefenwirkung entstehen.


Klasse 5c, Collagieren, ZEICHNEN, Malen

MaterIAL: DECKFARBEN, Zeichenbleistift, schwarzer Fineliner, KOPIERVORLAGEN: Unterwassertiere, Zentanglemuster(s.o.), Fotokarton A3, Kleister

5 Doppelstunden

Mit dieser Klasse habe ich im vorigen Jahr bereits das große Sonnenblumenbild gestaltet und von den Schüler*innen kam zwischendurch der Wunsch, wieder einmal Bilder in dieser Reißtechnik  zu gestalten, was sie beim Bildgrund umsetzen konnten. Dabei wird durch einen dynamischen Farbauftrag (waagerecht geführter breiter Pinsel), verschiedene Blau/Lila/Grüntöne  und längsgerissenen Streifen ohne gerade Kanten,  ein spannungsreicher Farbgrund geschaffen.

Danach folgte ebenfalls das Abzeichnen von Unterwassertieren und die Wahl :Ausgestaltung mit Mustern oder durch Farbe. Bei der Wahl der Farbe sollten sich die Schüler*innen bewusst für eine kontrastive Gestaltung oder Tarnfarben entscheiden. Die gezeichneten Bildvorlagen aus dem Malbuch Das Museum der Tiere sind besonders beliebt. Vor allem der Oktopus. Die fertigen Tiere/ Pflanzen werden ausgeschnitten und auf den blauen Bildgrund geklebt, dabei sollen bildkompositorische Mittel wie Überschneidung (Tiefenwirkung) und Ballung/ Streuung berücksichtig und die Tiere in Beziehung zueinander geklebt (paarweise, Fischschwarm) werden. Wer möchte, kann zum Schluss noch glitzernde Luftblasen seinem Bild hinzufügen.


Ver-rückte Typen

Klasse 5c, 2017

Collage

Das Thema Ver-rückte Typen werdet ihr beim Durchstöbern meiner Seite öfter entdecken.

Aber es ist auch wirklich wiederholenswert. Es  macht den Schülern viel Spaß, ist aber auch sehr anspruchsvoll!

Eine genaue Erläuterung zur Unterrichtseinheit findet ihr unter Klasse 5, 2013-2015.


Portraitcollagen

Klasse 5c, 2017

Deckblattfolie A5, Permanentstift schwarz Größe M

Bleistift, Klebestift, Illustrierte, Malerkreppband, A5 Fotokarton

Die Idee zu dieser besonderen Art der Portraitcollage kam mir in der 4. Klasse, nachdem wir eine Collage zum Thema Komplementärkontrast fertiggestellt hatten. Auch bei dieser Portraitcollage sollen die Schüler*innen einen Kontrast (oder auch zwei) für ihr Bild wählen, um die Wirkung zu steigern.

Die Collage ist wirklich sehr einfach und extrem effektvoll, man muss nicht allzuviel beachten oder sehr ordentlich arbeiten.

Im Folgenden erkläre ich euch die einzelnen Arbeitsschritte anhand von Bildern ganz genau. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht!!! Bis auf das Ausdrucken der Fotos ist diese Unterrichtseinheit in der Vorbereitung auch nicht sehr arbeitsintensiv, aber vielleicht könnte man ja auch die alljährlichen Fotos vom Schulfotografen  als Vorlage nehmen!

1.Bild: Fotos von den Schüler*innen machen und auf A5 ausdrucken! Bitte nicht lächeln, d.h. keine Zähne zeigen, da  

diese nur schwer nachzumalen und zu kleben  sind.

2.Bild: Die durchsichtige Deckblattfolie (A5) auf das Foto legen und evtl. mit Malerkrepp fixieren. Die Konturlinien mit

dem Permanentstift(M) nachfahren (genaue Anleitung siehe unten).Manche Permanentstifte habe einen grünen

Radierer, damit lassen sich sehr gut Korrekturen vornehmen!

3+4Bild: Die Folie hinter ein A5 Zeichenblatt legen und beide Blätter am Fenster mit Malerkrepp fixieren. Die Permanentzeichnung mit Bleistift abpausen.

5. Bild: Die Bleistiftzeichnung dient lediglich als Vorlage/ Orientierung für die Collage.

6. Bild: Nun Farbschnipsel aus Illustrierten reißen oder schneiden und bei der Farbauswahl an einen oder mehrere Komplementärkontraste denken.

7. Bild: Beim Kleben eventuell  Hell-Dunkelwerte berücksichtigen (welche Teile des  Portraits liegen im Schatten?).

Die Nase immer heller kleben lassen! Die Deckblattfolie zur Kontrolle der Wirkung immer wieder mal auf die

Collage legen!

8.Bild: Die Folie mit 2 Tesastreifen auf die fertige Collage kleben!

 

Bei der Zeichnung auf der Folie sollten die Schüler*innen folgendes beachten:

  • Die Haare locker zeichnen, mit Schwung, nicht als Helm (Umrisslinie)
  • Augenbrauen stricheln, nicht als durchgezogenen Linie zeichnen!
  • Keine Kleopatraaugen zeichnen! In der Mitte des oberen Augenlides beginnen und sich "vorsichtig weitersagten". dann die Pupille zeichnen und das untere Augenlid (mittig).
  • Nur eine Nasenlinie und diese kurz zeichnen, den unteren Nasenbogen und nur einen Nasenflügel andeuten und die Nasenlöcher als kurze Linien zeichnen. Umrandet man die Nase mit einer Linie, sieht man wie ein Clown aus!
  • Die Konturlinie des Gesichtes nicht zu sehr stricheln
  • T-shirt-, Jacken- oder Pulloverlinie ruhig als durchgezogene Linie zeichnen                                                                                                       Das hört sich kompliziert an, aber probiert es selber mal aus und macht es einmal den Kindern vor, es ist gar nicht schwierig! Man könnte den Schüler*innen auch ein Negativbeispiel zum Vergleich zeigen!Und wenn mal was daneben geht, einfach mit dem grünen Radierer wegradieren!

Erste Ergebnisse:

Dies sind einige fertige Ergebnisse aus der 5. Klasse!

Die Bilder sollen den unglaublichen Vorher/Nachher- Effekt verdeutlichen!

Vorher: Fertige Collage ohne Folie

Nachher: Collage mit Folie


Unterrichtseinheit TapeArt

  • Geklebte Stadtansichten
  • TapeArt nach Max Zorn
  • TapeArt Skulpturen

1.Tape Art- Geklebte Stadtansichten

Klasse 5c, 2016/2017

Material: Washi-Klebebänder, zeichenpapier a5, Stadtansichten (Fotovorlagen), 2 Zeitstunden und eine Schulstunde zur fertigstellung der ERGEBNISSE

In einem Workshop des Kunstforums Berliner Volksbank arbeiteten die Schüler die Merkmale der Kunstform Tape Art und ihre grafische Umsetzung anhand von Berliner Stadtansichten aus.

Aufgabenstellung:

Nach einer eingehenden Betrachtung verschiedener Bilder zum Thema "Stadt" unternahmen die Schüler erste Klebeversuche auf einer "LKW-Plane", bedruckt mit Berliner Wahrzeichen:

Hier konnten die Schüler erste Erfahrungen mit den Besonderheiten der TapeArt machen:

  • Washi-Tapes kann man immer wieder abziehen und neu kleben. So kann experimentiert und können" Fehler" korrigiert werden.
  • Das "Mischen" von Farben  wird durch das Übereinanderkleben  verschieden farbiger Tapes erreicht, siehe Bild oben.
  • Es erfordert ein wenig Geschick und Übung Kreisformen zu kleben! 

Im Anschluss an diese erste Übung, sollten die Kinder auf A5 Format ihre persönliche Stadtansicht mit Bleistift vorzeichnen und diese dann mit einem Edding nachfahren:

Dann wurde das Bild mit verschieden farbigen Tapes geklebt. Das A5 Format erwies sich als vollkommen ausreichend. Die Kinder sind in einer Zeitstunde mit dem Kleben nicht fertig geworden, die Bilder wurde in der Schule fertiggestellt.

Fertige Bilder:

Gratulation!!! Die gesamte Klasse hat bei dem Wettbewerb "Klebe deine Traumstadt"den 1.Platz gewonnen!

 Die Jurymitglieder waren von den eingereichten Bildern der Kinder sehr beeindruckt!

In den weiteren Stunden beschäftigten wir uns mit verschiedenen TapeArt Künstlern und setzten und mit den Möglichkeiten dieser neuen urbanen Kunstart auseinander.

Dabei beeindruckte uns vor allem der niederländische TapeArt Künstler Max Zorn.

Mit welch einer Leichtigkeit er das braune Paketklebeband einsetzt und durch Überlagerung Effekte und Schattierungen erzielt, ist einfach unglaublich!

Mittlerweile sind seine großformatigen Bilder sehr gefragt  und er kann von seiner Kunst leben.


2. TapeArt nach Max Zorn

Klasse 5c

Material: Braunes Paketklebeband, (1 Rolle pro Schüler ) stabile PLASTIKFOLIE in A4 (z.B. Bastelfolie für Windowcolours), Cutter, 2 Doppelstunden

von Sonja
von Sonja

Das Thema habe ich hier frei wählen lassen, es ging mir eher um die Auseinandersetzung mit der doch sehr schwierigen TapeArt-Technik mit dem Paketklebeband, denn im Gegensatz zu den Washi-Tapes, kann man hier das Tape nur sehr schwierig wieder entfernen. Die Kinder durften am Fenster arbeiten, da nur so die sepiafarbenen Effekte, die durch das Kleben mehrerer Lagen des Tapes entstehen, unmittelbar erfahren werden konnten. Das heißt, sie klebten zunächst ihre durchsichtige Folie mit einem Streifen an das Fenster und legten dann direkt am Fenster  los.

Dabei gibt es zwei Vorgehensweisen:

A: Man legt das Motiv sofort an und klebt gezielt  Schichten

B: Man klebt erst mehrere Lagen willkürlich übereinander und entfernt dann Schichten gezielt  mit dem Cutter und arbeitet ein Bild "heraus", s.o.!

Die meisten Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache, obwohl diese Technik sich doch als recht schwierig erwies und ich finde die ersten Ergebnisse überaus gelungen. Auf jeden Fall haben wir nun noch mehr Respekt vor der künstlerischen Arbeit von Max Zorn, die in dem Video so einfach aussieht!

3. TapeArt-Skulpturen

Klasse 5c, 2017

Material: Haushaltgegenstände, Möbel, Elektrogeräte, Braunes paketklebeband/ 1 Rolle plus restrolle s.o. pro Schüler

Die Arbeiten oben sind von der aus Teneriffa stammenden Künstlerin Noelia Villena de la Cruz.

Sie liebt es dreidimensional zu arbeiten und verwendet für ihre Skulpturen und Installationen gerne -ebenso wie Max Zorn - das günstige braune Paketklebeband!  Für ihre TapeArt Skulpturen verwendet sie Dinge aus ihrem persönlichen Haushalt. Möbel- und Haushaltgegenstände, elektronische Geräte, Sachen, die bei anderen auf dem Müll landen, werden bei ihr zur neuen  TapeArt!

So ganz sind sich die Kinder beim Betrachten der obigen Kunstwerke nicht einig, ob dies für sie Kunst ist, aber Lust, diese spezielle TapeArt auszuprobieren, haben alle.

Schnell sind alte Schulstühle als "Objektträger" beim Hausmeister besorgt und zur nächsten Stunde bringt jeder Schüler einen persönlichen Haushaltsgegenstand mit.

In 4 Gruppen geht es nun ans Umkleben....., das ganze Projekt entwickelt eine unglaubliche Eigendynamik. Manche Gruppen gehen planvoll vor, entwerfen ein Konzept für ihre Skulptur, andere Gruppen wickeln zunächst einmal alles ein und schauen dann, welche Dinge gut zueinander passen und wirken. Die Schüler sind in ihrem Arbeitseifer nicht zu bremsen, eine Doppelstunde reicht hier natürlich nicht aus.

Nach insgesamt 4 Doppelstunden waren alle Plastiken fertig!

Die Plastiken werden wir einen Tag lang auf dem Schulhof ausstellen!

Im Anschluss an diese Einheit bietet es sich an,  den Schülern das Werk des " Verpackungskünstlers" Christo vorzustellen, besonders die Bilder von dem verhüllten Reichstag.



Unterrichtseinheit

von Hieronymus Bosch...

...zu den Surrealisten

  • Auseinandersetzung mit Leben und Kunstwerk des Malers,(Museumsbesuch) 
  • Mischwesen und Trichtermenschen,(Collage)
  • Auf den Trichter gekommen (Plastische Arbeit,Technik der Verfremdung)
  • Auseinandersetzung mit der Technik der Verfremdung in den Werken surrealistischer Künstler (Meret Oppenheim und Salvador Dali) und deren surreale Traumlandschaften
  • Meine Schule in einer Traumlandschaft,(surreale Malerei) 
  • Ausblick: In den nächsten Wochen werden wir uns genauer mit  dem Surrealisten Max Ernst beschäftigen und an verschiedenen Stationen  Techniken des Künstlers kennen- und anwendenlernen und uns mit seinen Werken und seiner Biografie auseinandersetzen.

Hieronymus Bosch

Klasse 5a, 2016

1. Der Garten der Lüste

Bilder von unserem Ausstellungsbesuch " Hieronymus Bosch. Vision Alive":

Eine ganz besondere Art von Kunst-Ausstellung, da die Schüler/innen riesige, teils animierte Details aus Werken von Hieronymus Bosch gemütlich, auf Sitzsäcken liegend, betrachten können.  Wir tauchen ein in die Welt des Hieronymus Bosch und in sein Werk " Der Garten der Lüste". Paradiesische Landschaften, gruselige Mischwesen und fantastische Tiere tummeln sich vor unseren Augen. Und bei so schöner Musik macht so manch eine(r) ein kleines Nickerchen ;) !

2.Komische Mischwesen und vergessliche Trichtermenschen

Klasse 5a, 2016

Material:

Schere, Klebstoff, Illustrierte, Kalenderblätter Landschaften ö.ä 

Das Thema ist nicht einfach!

Inspiriert durch die skurrilen Gestalten des Hieronymus Bosch beim Besuch der Ausstellung, kreieren die Schüler Mischwesen aus Menschen, Tieren, Pflanzen,Maschinen oder diversen Gegenständen.

Ziel ist es, eine vollkommen neue Gestalt zu erfinden, die in einem Gemälde von Hieronymus Bosch ihr Unwesen treiben könnte.

Die Schüler dürfen auch einen Trichtermenschen gestalten. Dazu habe ich Arbeitsbögen mit Abbildungen von Trichtern (aus dem Netz kopierte Bilder von Edelstahltrichter) ausgeteilt, die den Figuren probeweise auf den Kopf gesetzt werden können.Gefällt der Trichter, bleibt er auf dem Kopf;)! Boschs Trichtermenschen stehen symbolisch für eine Person, die nichts behalten kann und deshalb nicht vertrauenswürdig ist.

Die Schwierigkeit dieses Themas liegt darin, aus den verschiedenen gefundenen Teilen eine neue und in ihrem Ausdruck überzeugende Figur zu kleben, dazu müssen die Schüler : 

  • intensiv in Zeitschriften suchen 
  • Ideen entwickeln, aber auch wieder verwerfen
  • sich für geeignete Gegenstände und Bildelemente entscheiden
  • sie in einen neuen Kontext stellen und zusammenführen
  • exakt ausschneiden, um eine realistische Bildaussage von einer ganzheitlichen Figur zu erhalten

 

Die Figur wird auf weißem Papier probegelegt. Ist sie fertig, kann ein passender Hintergrund gesucht und die Figur hineingeklebt werden

Die teilweise sehr surreale Bildaussage ist Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit der Gegenwartskunst, in diesem Fall den  Malern des Surrealismus , die stark durch das Werk von Hieronymus Bosch beeinflusst worden sind.


3.Auf den Trichter gekommen

Klasse 5a, 2017

1 trichter pro Kind, verschiedene RECYCLINGMaterialien, Heißklebpistole

Wir haben die Trichtermenschen in Hieronymus Boschs Bildern betrachtet und über deren  Bedeutung etwas erfahren . Noch heute spricht man von:

Na, bist du endlich auf den Trichter kommen ? Oder  "Der hat  etwas eingetrichtert bekommen! "Was bedeuten diese Ausdrücke und woher stammen sie? Darüber wird in der  Stunde gesprochen.

Die Vorstellung, Wissen jemandem mit den Trichter in den Kopf schütten zu können, fasziniert die Menschen schon seit dem Mittelalter. Im Jahr 1674 erscheint in Nürnberg ein kleines Büchlein, das als poetischer Trichter verspricht, die deutsche Kunst des Reimens und Dichtens seinen Lesern in nur wenigen Stunden eingießen zu können. Seit dieser Bucherscheinung spricht man vom Nürnberger Trichter.

Im Anschluss an dieses Gespräch erhält jeder Schüler einen eigenen Trichter.

Es darf auch zu zweit gearbeitet werden.

  • Erfinde deinen Trichter neu!
  • Drehe und wende deinen Trichter, betrachte ihn genau, was könnte daraus alles werden?Lass dir Zeit!
  • Wird er zu einem Teil einer  fantastischen Maschine? Oder der Teil einer Figur? Oder hast du eine vollkommen andere Idee?
  • Achtung! Dein Trichter soll ein wichtiger Teil deiner Skulptur werden, nicht nur als Sockel dienen!
  • Du darfst die Materialien aus der großen Kunstkiste (Recyclingmaterial) nehmen oder im Kunstraum auf Materialsuche gehen (bitte fragen!).

Zunächst tun sich die Kinder noch schwer mit dieser sehr offenen Aufgabenstellung. Es wird experimentiert und nach brauchbaren und inspirierenden Materialien gesucht. Es werden Ideen entworfen und verworfen! Als Lehrer ist man an dieser Stelle überwiegend Materialzulieferer und Motivator, aber manchmal leider auch "Bremser", wenn  Ideen ausufern und mangels Material  nicht umsetzbar sind.  Hat der Schüler oder die Zweiergruppe aber eine zündende Idee gefunden, wird äußerst konzentriert und mit Begeisterung  an der Umsetzung gefeilt und gearbeitet.

Die Schüler haben sich in dieser Einheit  mit der Technik der Verfremdung auseinandergesetzt:

Ein bekanntes Objekt wird in einen ungewohnten Kontext gestellt, mehrere Objekte werden zu einem neuen Gebilde kombiniert, montiert , verschmolzen. Die Technik der Verfremdung wurde vor allem von den Surrealisten angewendet.

Aus diesem Grund werden wir uns in der nächsten Stunde  mit den Surrealisten Meret Oppenheim und Salvador Dali befassen, die ebenfalls Alltagsgegenstände  in andere Zusammenhänge stellen und ihnen damit eine vollkommen neue, verblüffende und teilweise sehr skurrile  Bedeutung geben.


5.Meine Schule in einer Traumlandschaft

Klasse 5a, 2017

Material: Deckfarben, Fotokarton A3, PERMANENTSTIFT, Foto  der Schule

Diese Bilder sind die Abschlussarbeiten zu der oben erwähnten Einheit, die einen Bogen von den Gemälden von Hieronymus Bosch bis zu den Werken der Surrealisten spannt.

Nachdem wir und mit den surrealen Skulpturen von Meret Oppenheim (Technik der Verfremdung) und den "Traumlandschaften" von Salvador Dali  auseinandergesetzt haben, sollten die Schüler ihre Schule in ein surreale , traumhafte Umgebung einbetten.


Der Dschungel - Eine Unterrichtseinheit zu Henri Rousseau

  • "Dschungelbilder" von Henri Rousseau,Bildbetrachtung 
  • Tunnelbuch zum Thema " Dschungel", 3D-Collage (siehe unter Rousseau)
  • Dschungeltiere, Skulpturen aus Pappmaschee
  • Die Bedrohung des Regenwaldes, Infoplakate Plakate erstellen über das Ausmaß der Abholzung , die Bedrohung vieler Tierarten und was jeder einzelne von uns dagegen unternehmen kann.
  • Der Urwald darf nicht sterben! Ausstellung der Dschungeltiere und der Infotexte
  • Film: Amazonia von Thierry Dagobert: Amazonia führt ins Herz des größten Waldes auf unserer Erde. Eine Verbeugung vor der Schönheit und Vielfalt des Regenwaldes am Amazonas. Ein Film, der schon jüngere Zuschauer über die Wunder dieser Erde staunen lässt und ihnen die Einmaligkeit dieser Natur nahebringt.

Klasse 5c, 2016

Für die Tiere: Zeitungspapier, Malerkreppband, Kopierpapier, Kleister, Acrylfarbe       

Für die Dekoration: alte Springseile, Tonkarton in verschiedenen Grüntönen, Klebepistole, Gouachefarben in grün, gelb, blau, braun, A3 Fotopapier, Tapetenrollen, alter Paravent, Kleister, das ganze Projekt hat 10 Doppelstunden

Nachdem wir uns intensiv mit Henri Rousseau und seinen Dschungelbildern beschäftigten, indem wir Dschungelbücher in 3-D angefertig haben (siehe Klasse 5: 2015), folgt nun eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema:

Die Gestaltung von Skulpturen/ Dschungeltieren aus Pappmaschee!

Eindrücke aus dem Unterricht und dem Gestaltungsprozess :

Klickt auf die Bilder und ihr erhaltet nähere Erläuterungen...

Die  Dschungeltiere sind fertig. Die Affen und die Papageien schaukeln an Springseil-Lianen in unserem Treppenhaus und werden von der Schlange scharf ins Vesier genommen! 

Für Tiger, Panther und Co gibt es noch ein Dschungelpanorama, in dem sich die Tiere richtig wohl fühlen!

Wie man diesen Hintergrund gestaltet, habe ich unter Klasse 1-3, 2016- Ein Berg voller Handschuhe genau beschrieben.

Wir haben 3 Einzelstunden für das Kleben des Hintergrunds gebraucht. Ein alter Paravent dient als Gerüst für die "Dschungelpflanzen", die mit Kleister auf Tapetenrollen geklebt wurden. Einen ähnlichen Hintergrund könnte man sicher auch mit einer alten Schulkarte  an einem Kartenständer herstellen.

Die Dschungeltiere werden im neuen Hanni und Nanni-Film das Set schmücken!

Ich bin gespannt, ob wir sie im Film, der wohl 2017 ins Kino kommt, entdecken werden!


Im Netz gefangen!

Klasse 5c, 2016

Materialien  und Technik wie oben bei den Dschungeltieren: Zeitungspapier, Malerkrepp, Kleister, Kopierpapier und Acrylfarben

Siehe zu diesem Thema auch Im Netz gefangen, Klasse 1-3, 2016. Dort gibt es eine genaue Unterrichtsbeschreibung und Bilder aus dem Gestaltungsprozess.

Bevor wir uns an die Arbeit machten, schauten wir uns auf YouTube die unglaublichen Pappmascheearbeiten von GourmetPaperMache an und haben uns ein paar Tricks abgeguckt. Danach sind wir hochmotiviert ans Werk gegangen: