Die Ausstellung Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst im Barberini-Potsdam hat mich sehr begeistert ( bis 1.2.2026)
Unglaublich, was für eine Vielzahl von Einhornabbildungen und Skulpturen von der Antike bis in die zeitgenössische Kunst dort gezeigt werden.
Und was für ein tolles Thema!
Einhörner faszinieren, in der Vergangenheit, wie in der Gegenwart.
In der Geschäftswelt ist ein Einhorn ein milliardenschweres Startup, das noch nicht an der Börse notiert ist.
Das Einhorn ist zudem Symbol der queeren Gemeinschaft. Das Einhorn steht für Freiheit, Einzigartigkeit, Kraft aber auch für Ausgrenzung. Es ist Teil unserer heutigen Popkultur und schaut man in die Spielzeugläden, so findet man dort Einhörner in zig-facher Ausführung .
Das Einhorn ist nicht nur in den Kinderzimmern populärer denn je.
Als Stoff- und Kuscheltier hat es zumeist ein weißes Fell, eine kunterbunte Mähne und ein pastellschimmerndes Horn und schaut uns aus großen runden Augen an.
Die Ausstellung stellt dieser klischeehaften Vorstellung vom Einhorn knapp 150 Exponate aus verschiedenen Kunstepochen gegenüber. Sie gibt einen Einblick in den jahrhunderte langen Glauben an das Einhorn als mystisches Wesen mit heilenden Kräften.
Um die Kinder für die Ausstellung und einen Besuch dort zu begeistern, habe ich mir das Einhorn-Würfelspiel ausgedacht. Hier können sich die Kinder ihr eigenes Einhorn erwürfeln, das so gar nicht den klischeehaften Vorstellungen unserer Zeit entspricht. Es gibt Ziegen-,Hunde oder Pferdekörper. Entenfüße und Nashornbeine, gerade oder geschwungene, kurze oder lange Hörner. Die einzelnen Elemente können die Kinder bei einem Museumsbesuch wiederentdecken.
Aufbau der Unterrichteinheit
1. Stunde ( 30min)
Die Kinder erstellen ein MindMap zum Thema Einhorn und zeichnen ein Einhorn
Hier ein Ausschnitt von Schüler*innenbeschreibungen:
Fabelwesen, verbreitet Freude, lebt in Träumen, hat magische Kräfte, pupst Glitzer, hat ein Horn, kann trockene Flächen zum Blühen bringen, ist bunt, Pferdekörper, gibt es nicht in echt, hat manchmal auch Flügel, Mähne und Schweif sind in Regenbogenfarben,scheu, fröhlich,ist schnell,sind sehr alt, es gibt viel Geschichten, es ist nett
2. Stunde ( 90 min)
Die Kinder spielen das Würfelspiel/ Collage Einhorn
Den Kindern hat das Erwürfeln der Einhörner unglaublich viel Spaß gemacht.
Der Zufallsaspekt verhindert die Wahl von ästhetisch passenden Körperteilen.
So sind wirklich kuriose Einhörner entstanden.
Und natürlich wollen viele wissen, wie denn ihr Einhornkopf, ihr spezielles Horn oder die Entenfüße dann im echten Gemälde aussehen.
Ich hoffe, ich habe so einige Kinder motiviert, mit ihren Eltern die Ausstellung zu besuchen!
Aber auch ohne einen Museumsbesuch, war es ein tolles Thema!
Wollt ihr näheres zu der Einheit wissen, dann meldet euch ruhig.
ich denke, sie funktioniert auch gut unabhängig von der Ausstellung.
Am 20. November wird weltweit der Tag der Kinderrechte gefeiert.
Jedes Jahr am 14. November wird der Ruby Bridges Walk to school Tag im Amerika begannen.( zu Bild 4)
Für mich ein Anlass, sich auch im Kunstunterricht mit den Kinderrechten bildnerisch auseinander zu setzen.
Anmerkung: Kinderrechte wurden in dieser Klasse bereits in der 4. Klasse besprochen.
Dies ist aber keine Voraussetzung für diese Einheit.
Aufbau der Unterrichtseinheit:
1. Doppelstunde
Eine ausführliche Unterrichtsbeschreibung, die Geschichten zu den Bildern und die entsprechenden Kopiervorlagen könnt ihr bei mir anfragen.
Beispiele zu den Biografien:
2. Doppelstunde
In dieser Doppelstunde erhalten die Kinder ein AB mit 10 Kinderrechten.
3. und 4. Doppelstunde
Die Kinder malen ein Bild zu den Kinderrechten in die Blanko-Bausteine.
Einzel-oder Partnerarbeit.
Abschließend schneiden die Kinder ihre Bausteine aus und kleben diese auf Tonpapier.
Sie gestalten ein Plakat mit der Überschrift: Kinderrechte sind die Bausteine der Demokratie.
Wieso? Das kann man mit den Kinder sehr gut diskutieren!
Ich wiederhole mich ungern in meinen Themen, aber das Pop-Art Thema Schulkrimskrams (siehe Klasse 6, 2022) hat den Kindern sehr viel Spaß gemacht. Es ist für sie eine Erholung, endlich mal abpausen zu dürfen. Das ist bei mir sonst verboten (nur selbst Gezeichnetes darf bei mir abgepaust werden, z.B. bei Graffiti). Man muss auch nicht etwas aus dem Nichts neu erfinden und die Ergebnisse sehen toll aus,
auch wenn sich die Kreativität bei diesem Thema in Grenzen hält ;-) !
Aber sich noch einmal mit Schulsachen beschäftigen, dies wollte ich nicht.
So habe ich die Kinder mehrfach auf den Schulhof geschickten, um Müll zu fotografieren.
Hausaufgabe zur nächsten Woche war es, den Müll auf unseren Gehwegen zu dokumentieren.
Da ist einiges zusammen gekommen:
Auf dem Schulhof lagen angebissene Brote und Äpfel, Bannanenschalen, Center-Schock-Verpackungen, Verpackungen von asiatischen Nudeln? , Taschentücher und Caprisonne-Verpackungen.
Im Treppenhaus fanden wir Tintenpatronen und Taschentücher.
Auf den Gehwegen sahen die Kinder zerbrochene Glasflaschen, Dosen, Pommes-Verpackungen, Feuerzeuge, jede Menge Zigarettenstummel , einen alten Fernseher, und, und, und....!
Den so sensibilisierten SchülerInnen stellte ich in der nächsten Stunde die Aufgabe, ein Bild aus diesem "registrierten Müll" zu gestalten.
Wir betrachteten zunächst die von mir gestalteten Kopiervorlagen ( zusammengestellt aus der Müllliste).Natürlich fiel sofort auf, das die Zigarettenstummel fehlten, die hatte ich, ich muss es gestehen, eigenmächtig unterschlagen, da ich sie irgendwie nicht passend für unserere Bilder fand.
Ich habe aber ein paar "Gegenstände" aus der PoP-Art , wie z.B. die ( gegessene ;-) Banane oder die geöffnete Dose von Andy Warhol, den angebissenen Apfel von Claes Oldenburg) untergemoggelt.
Unterrichtsaufbau
1. und 2.Doppelstunde:
Ein Schritt für Schritt Arbeitsblatt zu diesem Thema könnt ihr gerne bei mir amfordern.
3. Doppelstunde:
Anfangsbesprechung:
4. Doppelstunde:
5.Doppelstunde
6. Doppelstunde
Schlußbesprechung
Achtung:
Wer Interesse hat, kann die Kopiervorlagen zu Schrott-Pop gerne bei mir anfordern!
Ein paar Dinge habe ich auf den Kopiervorlagen verändert, so kann man die die Butterbrotstulle leider überhaupt nicht wieder erkennen, wie auch die "Tempotaschentücher". Beide habe ich durch andere Müllsachen ersetzt.
Und weil wir die Müllbilder nicht kommentarlos ausstellen wollten, kamen wir auf die Idee, uns Müll-Sprüche auszudenken, wie es die Berliner Stadtreinigung macht, und auf zwei
gemalte Mülleimer zu schreiben. So bekommt die "Müllkunstwand" gleich eine lustige und super Aussage! Gleichzeitig konnte ich so den Kindern, die schon fertig waren eine
weiterführende Aufgabe geben. Auch für diese Müllschlucker malten wir Müll. Dieser Schulhofmüll wurde aber in realistischen Farben gemalt.
Auch in dieser Klasse habe ich das Buch der Farben und Techniken mit den Kindern gestaltet. Wir haben uns also im Vorfeld intensiv mit den von Max Ernst verwendeten Techniken der Frottage und der Decalcomanie beschöftigt.
Dies ist aber keine Voraussetzung für das folgende Projekt.
1. Doppelstunde:
2. Doppelstunde:
Eine der von Max Ernst gezeigten Skulpturen in dem Video heißt der " Schwachkopf".
Hier gibt es natürlich Klärungsbedarf. Wieso nennt er seine Skulptur so? Ist das diskriminierend gemeint? Zuvor haben wir den Hausengel, 1937 von Max Ernst genauer betrachtet. Ein furchterregendes Ungeheuer, so gar nicht engelsgleich, der zerstörend über die Welt hereinbricht. Bei genauem Hinsehen erkennen die Kinder das Arme und Beine des Hausengels ein Hakenkreuz bilden! Ein sehr mutiges Bild von Max Ernst, in dem er die zerstörerischen Gewalttaten der Nationalsozialisten anprangert und die drohende tötliche Gefahr durch die Nazis ein Jahr vor der Progromnacht und zwei Jahre vor dem Beginn des 2. Weltkrieg "vorwegnimmt". Die Skulptur der Schwachkopf entstand in den Jahren 1934-35, könnte auch sie eine Anspielung auf die Nazis bzw. Menschen sein, die nur Befehlen folgen, ohne selber zu denken?
Wir wissen es nicht. Aber der Film inspiriert die Kinder ähnliche Skulpturen zu gestalten.
Statt einem Brett bekommen die Kinder einen Pizzakarton aus dem sie ein Gesicht gestalten sollen.
Arbeitsauftrag:
Mach`s wie Maxt Ernst und gestalte ein lustiges Gesicht aus deinem mitgebrachten Hausmüll.
Arbeitsschritte:
3. Doppelstunde :
Fertigstellung der "Pizzaköpfe"!
Auch Tierköpfe waren natürlich erlaubt, manchmal hat uns plötzlich ein Schweinchen oder ein Vogel angeschaut , was soll man da machen ;-) ?! Durch das Verschieben von Mund und Augen kann man die ohnehin lustige Wirkung der Gesichter noch verstärken! Die Kinder hatten einen großen Spaß beim Gestalten. Und endlich kamen mal wieder meine geliebten Pizzakartons zum Einsatz!!
( Vor Jahren habe ich einen Satz von 150 Kartons günstig online bestellt, der geht jetzt allmählich zu neige ;-) !
Ich hatte den Kinder zu Beginn der Reihe freigestellt, ob sie -wie in dem Video zu sehen- eine stehende Skulptur oder ein Gesicht gestalten.
Bei der stehenden Skulptur erwies sich der Pizzakarton als zu instabil und dellte sich meistens ein. Die Figuren kippten. So entschieden sich die meisten Kinder, ein Gesicht zu gestalten.
Ich möchte euch die anderen Ergebnisse nicht vorenthalten, würde aber beim nächsten Mal ganz darauf verzichten, zwei Angebote zu machen. Die Gesichter haben den Kindern viel mehr Freude gemacht und waren technisch leichter.
Vorausgegangen ist hier Küchenkunst 1 (Küchenkunst 1 und 2 hier klicken)
Mit dieser Klasse hatte ich im letzten Schuljahr das Buch der Farben und Techniken gestaltet,
ohne jedoch Max Ernst, sein Leben und seine von ihm verwendeten Techniken besprochen zu haben.
Das erfolgt jetzt.
1. Doppelstunde:
Ich erzähle den Kindern etwas aus Max Ernst Leben (PowerPointvortrag).
Dann betrachten wir eingehend seine Skulptur Capricorne, die er in Arizona geschaffen hat.
Bei diesem monumentalen Werk hat Max Ernst alte Glasfaschen (Zepter), Eierkarton (Zepter) und Bau- bzw. Gartengeräte verwendet. Die Kinder sind beeindruckt von der Skulptur,
von der auch ein Exemplar in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu bewundern ist.
Im Anschluss an die Betrachtung erhalten die Kinder von mir eine Max Ernst Biografie ( A4 Kopie) zum Lesen.
Eine Fotokopie von Capricorne wird an jedes Kind verteilt
Die Kinder kleben beide Kopien in das Buch der Farben und Techniken.
Ist noch Zeit, zeichnen die Kinder Capricorne in ihr Heft.
HA: Haushaltsmüll sammeln und einen Gegenstand aus der Küche mitbringen, der nicht mehr gebraucht wird!
2. Doppelstunde
Arbeitsauftrag:
Ist eine Gruppe eher fertig als die anderen, geben sie ihrer Skulptur einen Namen, gestalten ein Ausstellungsschild und ein Plakat und bereiten die Ausstellung in der Vitrine auf dem Flur vor!
Der Raum für Naturwissenschaften an unserer Schule ist sehr funktional eingerichtet.
Mit einer 5. Klasse suche ich nach Ideen, den Raum ein wenig auszugestalten und eine Atmosphäre zu schaffen, die die Freude und die Neugierde auf das Fach weckt.
Wie schon beim Kunstraum, s.u., werden wir große Pappbuchstaben über die Tür ( innen und außen) kleben. Jeder ausgestaltete Buchstabe des Wortes NATUR soll eine der drei Naturwissenschaften symbolisieren: Biologie, Physik und Chemie.
Neben den Pappbuchstaben überlegen wir, welche naturwissensnschaftlichen Themen wir sonst noch in einer skulpturalen Gestaltung darstellen können.
Die Kinder entscheiden sich für: Das Weltall (Styroporkugeln auf Umlaufbahnen), die Photosynthese (Blatt mit Spaltöffniungen und Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidmolekülen) und die Mikroskopie (wird anhand einer nachgebildeten Lupe dargestellt) .
Die Pappbuchstaben gibt es im Bastelbedarf und kosten pro Buchstabe ca. 3€ !
Man könnte sie aber auch mit den Kindern selber herstellen, wenn man möchte.