Unterrichtsbeispiele zu Hannah Höch


Collage nach Hannah Höch

Klasse 6a, Schuljahr 2011/2012

 Hannah Höch lebte von 1917-1938  in Berlin Friedenau und 15 Jahre davon ganz in der Nähe unserer Schule, in der Büsingstrasse 16. In ihrer Atlierwohnung sind viele ihrer berühmten Werke entstanden. So lag es im wahrsten Sinne des Wortes nahe, mit Schülern unserer Schule ihr Leben und Werk zu behandeln. Aber DaDa in der Grundschule? Kein einfaches Thema. Wir haben uns mit den typischen Geschlechterrollen ( typisch Mann,typisch Frau) in unserer Gesellschaft beschäftigt, ein Thema,das H.H. ihr ganzes Leben am Herzen lag, aber auch mit dem gesellschaftskritischen Aspekt der Dada-Kunst.

Eine Gedenktafel für Hannah Höch in Friedenau

Schüler der Klasse 6a vor dem Wohnhaus von Hannah Höch
Schüler der Klasse 6a vor dem Wohnhaus von Hannah Höch

Durch die intensive Beschäftigung mit dem Leben und dem Werk von Hannah Höch, entwickelten wir die Idee, eine Gedenktafel für Hannah Höch beim Bezirk zu beantragen. Unsere Umfrageaktion in der Büsingstraße hatte nämlich gezeigt, dass kaum ein Passant  und Anwohner wusste, dass diese weltberühmte Künstlerin  lange Zeit (15 Jahre)  unter dem Dach dieses Hauses gelebt und einige ihrer berühmtesten Werke dort geschaffen hat.

Am 31. Mai 2013 wurde auf Grund der Initiative der ehemaligen Schüler/innen der Klasse 6a der Stechlinsee-Grundschule die besondere Berliner Gedenktafel in der Büsingstraße 16 enthüllt!

Eine ganz besondere Ehrung und Erinnerung für und an Hannah Höch und ein großer Erfolg für meine Schüler*innen.

 

1 Jahr später: Gedenktafelenthüllung am 31.Mai:



Der mechanische Garten

Klasse 5b, Schuljahr 2012/2013

Material: Collage , schwarz-weiß Kopien von Schrauben, Muttern, Rohren und Maschinenteilen, Tierfotos aus dem Internet, A0

Die Bildbetrachtung von Hannah Höchs Ölbild "Gewächse" aus dem Jahr 1928 ist Ausgangspunkt unserer Unterrichtseinheit.

Auf den ersten Blick ein undurchdringbares Dickicht aus Rohren, Maschinenteilen und Metallplatten (Könnte dies ein Schrottplatz sein?), entdecken die Schüler beim genauen Betrachten Blüten und Pflanzenstiele, Blütenkelche mit Staubgefäßen, Knopfblumen und vieles mehr.

Es gibt nicht einen grünen Farbtupfer in diesem Metall-Garten. Das einzige lebendige Wesen ist eine winzige Raupe. Wie fühlt sie sich, was wird sie fressen?

Die Schüler erfassen  die mögliche Aussage des Bildes schnell, denn sie ist sehr aktuell:

Die Gefahr der Zerstörung der Natur durch den Menschen und die Mahnung: Die Natur ist einmalig und kann durch nichts ersetzt werden.

 

Aufgabe der Schüler ist es, diese Problematik aufzugreifen und ihren eigenen mechanischen Garten zu gestalten.

Die metallische Wiese

Eines Tages flog eine kleine Blaumeise hungrig in einen besonderen Garten. Sie dachte an einem Ast hingen appetitliche Beeren. Aber als sie die Beeren aufpicken wollte, waren sie kalt und bitter. Die kleine Blaumeise sah sich um und erschrak, alles war aus Schrauben und Metall, kalt und dunkel und ungenießbar. Bei diesem Anblick plusterte sie sich auf und starrte traurig und verwirrt die dunkelste Blume an.

von Friederike und Milena